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Ungeliebte Aktie

Donnerstag, 19. September 2013 um 13:31

Von Wolfgang Braun
Seit mehr als vier Jahren geht es an den Börsen aufwärts, der Dax eilt von einem Rekordhoch zum nächsten. Über die gute Performance der Börsen kann sich aber nur ein kleiner Teil der Deutschen freuen. Laut einer Meldung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) vom Montag waren Ende des ersten Halbjahrs 2013 nur 14,6 Prozent der Bundesbürger direkt oder indirekt (über Fonds) in Dividendentiteln investiert.

Dem DAI zufolge hat sich die Akzeptanz der Aktie als Anlageform damit auf einem vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert. In den angelsächsischen Ländern sind Aktionärsquoten von mehr als 30 Prozent üblich. Direkte Aktienbesitzer gibt es in Deutschland gerade einmal 4,86 Millionen. Das entspricht einem Anteil von 7,5 Prozent der Bevölkerung. Immerhin bedeutet das einen Zuwachs im Vergleich zu Ende 2012 von 323.000 Personen. Gleichzeitig nahm aber die Zahl an Anlegern, die ausschließlich in Fonds investieren, um 423.000 ab. Insgesamt ging so die Zahl der Aktienbesitzer in den ersten sechs Monaten leicht auf 9,39 Millionen zurück. Das sind zwar gut 1 Million mehr als vor drei Jahren. Ende 2001, getrieben vom Börsenboom um die Jahrtausendwende, zählte das DAI noch 12,9 Millionen Aktienanleger in Deutschland.

Politik verantwortlich

Das Gros der Deutschen legt Geld immer noch sicher auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten an und verzichtet dabei auf wesentlich höhere Renditechancen, die Aktien mit sich bringen. Gerade in Anbetracht der demographischen Entwicklung und der drohenden Altersarmut wäre es für die Anleger wichtig, das Optimale aus ihren Ersparnissen herauszuholen. Angst vor Verlusten und allgemeines Desinteresse an Finanzthemen mögen eine Rolle spielen, für mich trägt aber die Politik die Hauptschuld an der geringen Aktienakzeptanz in Deutschland. Steuerliche Vergünstigungen wie die Spekulationsfrist wurden abgeschafft. Anstatt die Relevanz einer zusätzlichen eigenen Altersvorsorge zu betonen, ziehen Vertreter einiger Parteien in den Medien unverändert gnadenlos gegen die Börsen ins Feld. Kommt Rot-Grün, müssen Anleger wohl mit weiteren Belastungen rechnen (höhere Abgeltungssteuer, Transaktionssteuer). Damit dürften weitere Deutsche aus dem Aktienmarkt gedrängt werden. An den qualitativ hochwertigen Produkten „Made in Germany“ verdienen dann noch stärker ausländische Investoren, die schon heute die Mehrheit an den Dax-Unternehmen halten.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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