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Doppelte Chance

Donnerstag, 22. August 2013 um 14:19

Von Wolfgang Braun
Besonders viele Glanzpunkte hat unser Wirtschaftsminister Philip Rösler in seiner Amtszeit bislang nicht gesetzt. Mit dem Vorschlag zur Wiederbelebung des Neuen Markts könnte ihm allerdings kurz vor Ablauf der Legislaturperiode noch einmal ein Coup gelingen. Persönlich finde ich die Neuauflage einer Wachstumsbörse in Deutschland eine großartige und wichtige Idee. Natürlich wird es auch Mahner geben, die an die Pleiten und Skandale von damals erinnern. Die Abwicklung der Hypo Real Estate oder die Bilanzfälschung bei Hess zeigen aber, daß solche Mißstände zur Börse dazu gehören – ob mit oder ohne Neuen Markt.

Junge deutsche Firmen haben im internationalen Vergleich einen erheblichen Nachteil. Hierzulande ist Wagniskapital wenig verbreitet und der Markt für Neuemissionen seit Jahren tot. In den USA dagegen stehen vor allem im Silicon Valley Entrepreneuren alle Türen offen. Dazu haben alleine im ersten Halbjahr 2013 86 Gesellschaften den Sprung an die Börse geschafft. In Großbritannien gibt es mit dem „Alternative Investment Market“ ein spezielles Segment für junge, aufstrebende Unternehmen, an dem sich aktuell mehr als 1.000 Aktien tummeln. Deutschen Hightechs bleibt der Zugriff auf den Kapitalmarkt seit dem Ende des Neuen Markts weitgehend verwehrt, weil es kein Börsensegment mehr gibt, das eine entsprechende Zugkraft auf Unternehmen und Anleger ausübt.

Was Dax & Co nie geschafft haben, gelang dem Neuen Markt im Handumdrehen. Er löste bei den sonst so finanzmarktscheuen Deutschen eine – wenn auch kurzfristige – Begeisterung für Aktien aus. Aktuell sind nur noch rund 7 Prozent der Bundesbürger direkt in Dividendentiteln investiert. In den angelsächsischen Ländern sind es mehr als dreimal so viel. Die Deutschen lassen damit die erwiesenermaßen langfristig besten Renditebringer links liegen. In Zeiten, in denen der demographische Wandel immer tiefere Löcher in die Altersvorsorge reißt, sollten Aktien eigentlich ein unverzichtbarer Bestandteil der Vermögensbildung sein. Und allen Unkenrufen zum Trotz gab es auch am Neuen Markt etliche Erfolgsgeschichten: Man schaue sich nur einmal die Geschäftsentwicklung von Firmen wie United Internet, Morphosys, Bechtle, LPKF Laser oder Init an. Eine Wiederbelebung des Segments wäre somit nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Anleger eine große Chance.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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