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Die es geschafft haben

Freitag, 2. August 2013 um 22:57

Von Bernd Niquet

Warum das Sporthotel eigentlich Sporthotel heißt, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Wahrscheinlich einfach deshalb, weil das gut klingt. Ansonsten liegt es jedenfalls wunderbar zwischen den Bergen der österreichischen Alpen.

Im Swimmingpool schwimmt gerade ein älteres Pärchen, beide mit versteinerten Gesichtern und Sonnenbrillen. Die meisten Gäste hier sind wie sie, denn sie sind Menschen, die es geschafft haben.

Doch was bedeutet das eigentlich, es geschafft zu haben? Geschafft, lächerlich geworden zu sein?

Unter so vielen illustren Gästen komme ich auf ganz neue Ideen. Mir fällt beispielsweise eine neue und sehr moderne Definition des Begriffes „Natur“ ein. Sie lautet: Natur ist das, was einem nur dann begegnet, wenn man zum Rauchen vor die Tür geht.

Als nach einer Woche besten Wetters ein Gewitter über den Bergen aufzieht und die bizarrsten Wolkenformationen und Lichtverhältnisse zeigt, ist es mir als Einzigem vergönnt, mich dafür zu interessieren. Diejenigen, die es geschafft haben, blicken hingegen nicht einmal vom Essen auf.

Nur die Raucher müssen sich zwangsläufig das Geschehen mit anschauen. So viel zum heutigen Naturverständnis der Menschen.

Als dann jedoch eine Wanderung mit einem Führer angeboten wird, ergibt sich ein riesiger Pulk vor der Eingangstür. Es ist, als trauten sich die Menschen heute nicht einmal mehr über die Natur ein eigenes Urteil zu. Aber wenn man es geschafft hat, braucht man das ja auch nicht mehr.

Für diejenigen, die es zum Glück noch nicht geschafft haben, ist das ein Segen, gerade in einem Land, in dem es die meisten bereits geschafft haben. Denn wer sich abseits der organisierten Pfade bewegt, findet auch heute noch große Authentizität.

Wie die Zeiten sich ändern, auch im Wirtshaus oder Restaurant. Früher hat sich derjenige, der gute Luft haben wollte, nach draußen gesetzt. Heute ist es genau umgekehrt, heute muss man sich für gute Luft nach drinnen setzen.

Wir haben allesamt das Äußerste nach innen gekehrt. Deswegen gibt es auch nirgendwo noch Innereien zu essen, denn die sind pfui. Außer in Österreich oder in Bayern. Ob das daran liegt, weil es dort auch pfui ist?

Aber dann nur für diejenigen, die es bereits geschafft haben. Und etwas Besseres kann sicherlich kaum passieren.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

*********************** UND DENKEN SIE DARAN: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT JENSEITS DES GELDES!

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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