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Twenty years ago

Samstag, 27. Juli 2013 um 01:55

Von Bernd Niquet

Kurz bevor ich meinen dreibändigen Zyklus „Jenseits des Geldes“ abschließen werde, habe ich mir bereits Gedanken gemacht, worüber ich anschließend schreiben werde. Schon seit ewigen Zeiten schlummern in meinem Schrank fünf dicke Ordner mit Unterlagen, die ich während meiner zwei Jahre von 1991 bis 1993 bei der Treuhandanstalt zusammengetragen habe. Eigentlich harrt dieses Material seitdem nach Aufarbeitung.

Denn das war eine Zeit, die es weder vorher gegeben hat, noch anschließend je wieder geben wird. Einfach loszumachen, ohne genau zu wissen, wie es geht. Aber immer sicher zu sein, dass man es niemals allen recht machen kann.

Aus heutiger Sicht ist das sicherlich nicht weniger spannend als aus der damaligen. Schließlich ergibt sich eine völlig andere Perspektive.

Was macht man im Jahr 1991, wenn man einen Betrieb mit Grundstück in Berlin-Mitte in bester Lage hat, bei dem es um mehr als 300 Arbeitsplätze geht?

Und wie verhält man sich, wenn man ein Unternehmen veräußern will, auf dessen Produktionsstätte ein Rückübertragungsanspruch der Alteigentümer vor der DDR-Gründung lastet? Wie löst man den Knoten zwischen wertvollen Grundstücken und einer nicht gleichwertig lukrativen Produktion? Es gibt einen Weg und der lautet: Die Treuhand kauft die Grundstücke heraus und veräußert sie separat.

Doch wer weiß, wie das nach dem GmbH-Gesetz zu behandeln ist? Diesem Gesetz muss ja unbedingt Folge geleistet werden, seitdem die ehemals volkeigenen Betriebe allesamt in GmbHs umgewandelt worden sind.

Und das bedeutet: Die Grundstücke müssen zum Verkehrswert herausgekauft werden. Damit jedoch hat das Unternehmen plötzlich einen zweitstelligen Millionenbetrag Cash auf dem Konto.

Das macht alles nicht einfacher und zieht wie magisch die Betrüger an. Und in diesem Strudel versucht sich eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft aus Jungen und Alten aus dem Osten und Westen gestaltend durchzuwursteln.

Von einem Wirtschaftsprüfer finde ich das Zitat: „Wenn die Deutsche Einheit dann vollendet ist, bin ich aber auch beendet.“ Das ist ihm allerdings gut vergütet worden. Und beides trifft zu.

Tja, sind das jetzt spannende Geschichten, zwanzig Jahre später? Ich bin noch im Zweifel, aber irgendwie drängt es mich schon. Schließlich ist das doch unsere Geschichte. Hier sind die Wurzeln des vereinigten Deutschlands gelegt worden.

It was twenty years ago today, that Sgt. Pepper taught the band to play.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

*********************** UND DENKEN SIE DARAN: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT JENSEITS DES GELDES!

Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: http://www.engelsdorfer-verlag.de/db/shop/details.php?autor_id=1067&werk_id=3144&suchart=kategorie&k_nr=K03

 

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