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US-Arbeitsmarktdaten im Blick

Donnerstag, 18. Juli 2013 um 14:18

Von Wolfgang Braun
Der US-Arbeitsmarktbericht, der immer am ersten Freitag eines Monats herausgegeben wird, zählt zu den wichtigsten Veröffentlichungen an den Finanzmärkten und sorgt an den Börsen regelmäßig für heftige Kursschwankungen. Die hohe Bedeutung kommt nicht von ungefähr: Der private Konsum trägt in den USA rund 70 Prozent zum BIP bei. Da Löhne und Gehälter die wichtigsten Einnahmequellen für Haushalte darstellen, sind die Daten zur Zahl der Arbeitsverhältnisse, der Arbeitszeit sowie dem Einkommen ein wichtiger Faktor bei der Erstellung von Wirtschaftsprognosen und sie beeinflussen auch politische Entscheidungen. Erstellt wird der Arbeitsmarktbericht anhand von zwei Umfragen, die die US-Regierung jeden Monat durchführt.

Haushaltsumfrage

Dabei handelt es sich um eine monatliche Befragung von 60.000 Haushalten (hier ist auch die Landwirtschaft enthalten), von denen rund 57.000 antworten. Anhand der übermittelten Daten wird die Zahl der erwerbsfähigen Personen ab 16 Jahren ermittelt sowie die Zahl der Arbeitslosen. Dabei werden nur Personen mitgezählt, die sich aktiv um Arbeit bemühen. Menschen, die aufgrund einer desolaten Beschäftigungslage aufgegeben haben, werden in der Arbeitslosenquote nicht erfasst. Sie tauchen in der Statistik immerhin auf, allerdings so gut versteckt, dass in der Presse kaum darüber berichtet wird. Ein Schwachpunkt der Haushaltsumfrage: Die Antworten stammen von den Bürgern selbst und müssen nicht unbedingt korrekt sein.

Aktuelle Daten

Die Zahl der Arbeiter hat im Juni laut Haushaltsumfrage um 160.000 zugenommen. Dennoch erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen leicht um 17.000 auf 11,78 Millionen. Dieser scheinbare Widerspruch löst sich beim Blick auf die Bevölkerungsentwicklung auf: Die Zahl der US-Amerikaner nimmt kontinuierlich zu (im Juni um 189.000). Dazu gibt es eine sogenannte Reserve an Arbeitern. Das sind Personen, die dem Arbeitsmarkt aus diversen Gründe nicht zur Verfügung stehen (etwa weil sie in Rente sind, aber auch weil sie ohnehin keine Chance auf eine Stelle sehen). Bei verbesserten Beschäftigungsbedingungen schmilzt diese Reserve. Aktuell umfasst sie noch gut 89,7 Millionen Menschen. Aus den Daten ergibt sich die in der Presse stark beachtete Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent. Berücksichtigt man alle Personen, die gerne mehr arbeiten würden, ergibt sich allerdings ein weit höherer Wert von 14,3 Prozent.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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