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Wie bei den Nazis?

Samstag, 11. Mai 2013 um 00:14

Von Bernd Niquet

Was waren die wichtigsten Ziele der Nationalsozialisten in der Anfangszeit? Die Demokratie lächerlich zu machen, das Parlament zu verspotten und Verachtung über die Gerichte und sonstigen staatlichen Institutionen zu zeigen.

Ich möchte keinesfalls behaupten, dass wir uns derzeit faktisch auch nur in der Nähe der damaligen Situation befinden, doch ein gewisses Unbehagen spüre ich jetzt immer öfter. Dieses Unbehagen mag keinen rationalen Hintergrund haben, es ist vielleicht nur ein Gefühl. Doch auch so etwas ist ja selten ohne Einfluss.

Wenn sich jetzt im Rahmen des NSU-Prozesses gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte, bei den ganzen Steuerfahndungen, in der weiteren Euro-Rettung sowie im anstehenden Bundestagswahlkampf ein weiteres Abwenden der Menschen von den staatlichen Institutionen ergäbe, wäre das ein großer Schaden.

Das Oberlandesgericht München hat ja bisher alles dafür getan, das Vertrauen zu erschüttern. Die Verzögerung des Prozessbeginns durch die zweifach dilettantisch ausgeführte Journalistenakkreditierung ist nicht nur für die Nebenkläger eine Katastrophe. Doch jetzt gleich am ersten Tag eine Unterbrechung wegen einer Befangenheitsantrages, das mag zum Geschäft gehören, bringt das Volk jedoch dazu, sich angewidert abzuwenden.

Und dann reden sie in der Presse nicht nur bei der Bild-Zeitung überall von der Nazi-Braut. Nazi-Braut ist doch selbst wieder ein Nazi-Begriff. Entweder diese Frau ist eine Mörderin oder sie hat zumindest an den Morden mitgewirkt. Das ist auf jeden Fall hässlich und negativ. Der Begriff „Braut“ bezeichnet hingegen etwas Schönes. Aber vielleicht ist es ja auch der Brautschleier vor mancher Leute Augen, der hier die Sicht trübt.

Was derzeit hingegen von der Steuerfahndung kommt, macht mir sogar Angst. Gerade stand der Maler Georg Baselitz auf der Liste der Steuerfahndung. Wen wird es als nächstes treffen? Auch hier gilt: Das mag alles richtig und gut sein, Angst erzeugt es aber doch. Denn was ist, wenn man selbst einen Fehler gemacht hat, ohne davon zu wissen? Kommen dann auch die staatlichen Rollkommandos?

Verstehen tut das Steuerrecht ja ohnehin kaum jemand mehr. Nehmen wir nur den Fall Hoeneß: Hier kommt es derzeit gar nicht mehr darauf an, ob dieser Mann etwas Unrechtes getan hat oder nicht, nein, hier geht es um eine reine Formalie. Hat er das Formular seiner Selbstanzeige richtig ausgefüllt? Wenn ja, ist er rehabilitiert. Wenn nein, sieht es schlecht aus. Daran hängt es – und an nichts anderem.

Ob vielleicht auch die Terrortaten der Rechten nach derartigen Kriterien bewertet werden?

Richtig gruselig wurde mir allerdings erst, als ich neulich bei einem Konzert einen jungen Mann sah, sehr selbstbewusst und sicherlich ein Trendsetter, der einen Haarschnitt trug wie weiland Hitlers Schergen Himmler und Heydrich. Natürlich könnte man sagen, das sei eben der normale Militärhaarschnitt. Trotzdem erstarre ich fast, dass so etwas hierzulande wieder möglich ist.

Überhaupt die Haarschnitte: In der Szene sehen sie heute alle entweder aus wie die Nazis oder die KZ-Insassen. Was wird hier nur für ein Spiel gespielt? Und dann gibt es noch die ganz Kahlen, wie Matthias Sammer, die sehen so entsetzlich aus, als wären sie bereits ganz tot. Manchmal ist das vielleicht nicht die schlechteste Lösung.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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