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Ungeliebte Hausse

Donnerstag, 4. April 2013 um 14:00

Von Wolfgang Braun
Mit dem S&P 500 hat nach dem Dow Jones das zweite wichtige Börsenbarometer in den USA fast ein neues Allzeithoch erreicht. Der Dax lässt die Anleger zwar noch etwas zappeln und hat kurz vor dem Rekordstand nach unten gedreht, aber auch hier dürfen sich die Marktteilnehmer über eine satte Performance freuen. Seit dem Tief im März 2009, als die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte, hat sich der Index mehr als verdoppelt. Die durchschnittliche Rendite in den vergangenen vier Jahren erreicht so erfreuliche 20 Prozent. Trotz der üppigen Wertsteigerung kommt bei den Anlegern aber kaum Freude auf.

Gefahren im Hintergrund

Vor kurzem habe ich in einem Artikel gelesen, dass es sich bei der aktuellen Aufwärtsbewegung wohl um die unbeliebteste Hausse der Börsenhistorie handelt. Dem kann ich zustimmen. Letztlich wird der Aufschwung von einem ständigen leichten Grummeln in der Magengegend begleitet. Schließlich weiß man, dass im Hintergrund eine Vielzahl an Gefahren lauert. Die jüngsten Entwicklungen zeigen etwa, dass die Euro-Krise keineswegs gelöst ist. Vielmehr wurden viele Probleme mit reichlich Geld einfach überdeckt und so in die Zukunft verschoben. Dazu braucht die Konjunktur ständig Schmiermittel in Form von Liquiditätsspritzen, um sich über Wasser zu halten. Die Unternehmen entwickeln sich bislang zwar gut, mit der strauchelnden Konjunktur fehlt aber der Zündstoff für steigende Gewinne – die traditionelle Rechtfertigung für steigende Kurse.

Anleger halten sich zurück

Einige Experten warnen, dass der Dax – ähnlich wie 2000 und 2007 – mit dem Erreichen der Marke von 8.000 Punkten erhebliches Rückschlagspotential hat. Natürlich kann das sein, falls sich die Schuldenkrise wieder zuspitzt. Allerdings versuchen Regierungen und Notenbanken mit aller Macht, eine Verschärfung der Probleme zu vermeiden. Und im Gegensatz zur Jahrtausendwende, als die Börsianer in Euphorie schwelgten, herrscht aktuell Zurückhaltung. So ging die Zahl der Aktionäre in Deutschland alleine im zweiten Halbjahr 2012 um 1,3 Millionen auf nur noch 8,8 Millionen zurück. Ende 2001 waren es noch 12,85 Millionen gewesen. Es stehen derzeit etliche potentielle Käufer an der Seitenlinie, die den fahrenden Zug noch anfeuern können. Neben den Risiken gibt es also auch gute Chancen für weiter steigende Kurse. Erst wenn Aktien wieder am Stammtisch oder bei Partys zum Dauerthema werden wie im Jahr 2000, wird es richtig gefährlich.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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