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Was mir noch so aufgefallen ist

Donnerstag, 28. Mrz 2013 um 21:56

Von Bernd Niquet

Dies ist meine Osterkolumne, die ich allerdings vorschreibe, weil ich erst zum Osterfest selbst wieder im Lande sein werde. Ich weiß daher nicht, ob sich der schöne Spruch des Meteorologen tatsächlich bewahrheitet hat, der da knapp zwei Wochen vor dem Fest sagte: Nach dem grünen Weihnachten können wir in diesem Jahr durchaus mit einem weißen Ostern rechnen.

Ich weiß auch nicht, ob der neue Papst wieder den Segen Urbi et orbi erteilen wird, doch es ist durchaus stark zu vermuten. Mir sind auch ein paar Dinge aufgefallen, die allerdings eher die Stadt im Plural und weniger den Erdkreis betreffen. Zum Beispiel wartete ich neulich auf eine Mail von jemandem aus Baden-Württemberg – und weil sie nicht kam, habe ich mich daran gemacht, zu schauen, ob dort vielleicht schon Schulferien sind. Doch bereits der erste Blick in den Schulferienkalender offenbarte, dass da etwas nicht stimmt.

Anschließend habe ich mir die Mühe gemacht, einmal für Berlin und Baden-Württemberg die Ferientage für das Jahr 2013 zu addieren, getrennt natürlich. Und dabei bestätigte sich mein Verdacht. In Berlin gibt es inklusive der Samstage 75 Ferientage, in Baden-Württemberg jedoch nur 63, ebenfalls inklusive der Samstage. 12 Tage weniger als bei uns! Das ist doch ungeheuer. Ich habe es zwei Mal nachgerechnet. Hat das noch etwas mit der Gleichheit der Lebensverhältnisse zu tun? Oder erklärt das vielleicht sogar den Einkommensunterschied und den Unterschied der Arbeitslosigkeit?

Das bringt mich zur Tütensuppe. Bevor ich wusste, was da drin ist, habe ich immer gerne Tütensuppe gegessen. Zum Beispiel Hühnerbrühe. Da dachte ich, das wäre eine Brühe, der man das Wasser entzogen hat. Wie naiv man doch sein kann. Heute weiß ich, dass das nur getrocknetes Pflanzenfett, Stärke und Aroma ist. Trotzdem wollte ich wissen, wie viele Kalorien denn nun so eine Suppe hat. Doch das bekommt man nicht heraus. Auch das ist eine tolle Geschichte.

Vor mir liegt eine Packung „Knorr Sternchensuppe“, die besitzt 350 kcal pro 100 Gramm Trockenprodukt. Das ist nicht wenig. Doch wieviel Trockenprodukt befindet sich denn nun in der Packung? Das steht jedoch nicht drauf. Da steht nur: Ergibt 0,75 l = 3 Teller. Wie soll man nun jedoch 100 Gramm mit einem Dreiviertelliter vergleichen? Das ist also eine bewusste Verschleierung.

Nicht weniger grotesk ist auch der Inhalt der „Meeres-Stäbchen“ von Coraya, die ich gerne mal esse. Das ist gepresster Fisch. Surimi, Fischmuskeleiweiß, steht da immer auf der Packung. Warum nicht? Doch als ich jetzt einmal genau schaue, erlebe ich eine Überraschung. Denn die Meeresticks enthalten nur 41 Prozent Surimi. Surimi wiederum enthält selbst nur 21 Prozent Fischmuskeleiweiß aus Alaska-Seelachs. Um den Anteil von Fischmuskeleiweiß, wobei ich lieber nicht wissen will, was das genau ist, zu errechnen, braucht man also einen Taschenrechner.

Wenn nämlich 41 Prozent selbst nur 21 Prozent von irgendwas enthalten, dann sind das insgesamt also nur 21 Prozent von 41 Prozent, mithin 8,61 Prozent. Das ist nicht viel und wirft die bange Frage auf: Woraus besteht eigentlich der Rest, die übrigbleibenden mehr als 90 Prozent? Und die Lösung lautet: Anscheinend aus Tütensuppe, nämlich aus Pflanzenfett, Stärke und Aroma.

Und damit schließt sich dann der Kreis. Vielleicht sind Pflanzenfett, Stärke und Aroma ja die Grundbausteine unseres modernen Lebens. Auf jeden Fall kann man Surimistäbchen ebenso wie Tütensuppe bestimmt trefflich zum Bügeln nehmen. Doch wer bügelt denn heute eigentlich noch? Aber jetzt erst einmal die Ostereier. Ich wünsche Ihnen frohe Ostern!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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