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Vergaloppiert

Freitag, 22. Februar 2013 um 22:59

Von Bernd Niquet

Das Fernsehen ist bereits seit Jahren mit Berichten voll davon, doch die Quellen stimmen nur selten überein. Das Problem wird dadurch jedoch nicht kleiner. Es sieht wohl in etwa so aus: Etwa 100.000 Umweltchemikalien lassen sich in Europa aufzählen, mehr als 2.000 Substanzen werden unserer Nahrung beigemischt, wovon 320 als Zusatzstoffe kennzeichnungspflichtig sind.

Die wenigsten davon sind hinsichtlich ihrer Wirkungen auf den Menschen getestet. Und wenn überhaupt Tests stattfinden, dann nur auf Krebs und meistens von der Industrie gesponsert und daher auch gelenkt.

Heute essen wir vollkommen anders als beinahe alle Menschen vor uns in der Geschichte. Das ist ein Blindflug, von dem wir nicht wissen, wo wir landen werden.

Doch anstatt sich darüber Gedanken und das zu einem großen Thema zu machen, erregen sich Medien und Öffentlichkeit über eine Beimischung von Pferdefleisch in unserer Nahrung, das nun wirklich nachweislich niemandem (außer den Pferden) Schaden zufügt.

DAS ist der wirkliche Skandal. Dass wir ansonsten jedoch Gifte zu uns nehmen, die unseren Körper bis hin zu unserem Nervensystem, unseren Erbanlagen und unserer Fortpflanzungsfähigkeit tangieren, darüber hat niemand Lust zu reden.

Viel lieber stürzen wir uns auf den Pferdefleischskandal und wälzen uns in ihm. Vernichten tonnenweise beste Lebensmittel und fressen dafür die reine Chemie. Man könnte fast den Eindruck bekommen, als ob die nahrungsbedingte Degeneration unseres Nervensystems bereits weit fortgeschritten ist.

Schmecken und riechen tut ja heute sowieso kaum noch jemand mehr, ansonsten wären weder manche Nahrungsmittel noch die gegenwärtigen Waschmittel überhaupt denkbar.

Aber es ist natürlich auch ein zwiespältiges Bild. Das mit dem nicht deklarierten Pferdefleisch ist ein schlimmer Betrug, der nicht sein darf. Und wenn man unser heutiges Essen mit dem vergleicht, was die Menschen noch vor 150 Jahren zu sich genommen haben, dann möchte ich nicht tauschen. Denn im Winter faule Nahrungsmittel zu essen, ist sicherlich keine angenehme Alternative zur Chemie.

Nicht zu begreifen ist hingegen die mangelnde Einflussnahme des Staates auf die Anbieter von Lebensmitteln. Um die lächerlichsten Dinge zu beantragen, muss der Bürger detaillierte Fragebögen ausfüllen, von der Einkommensteuererklärung möchte ich da gar nicht reden, doch bei unserem Essen ist scheinbar alles erlaubt, was nicht auf den ersten Blick den Tod bringt.

Wir haben uns wohl tatsächlich kollektiv vergaloppiert, doch jetzt sollen ausgerechnet die Pferde daran schuld sein.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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