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Gewaltfrieden und Schwarze Löcher

Freitag, 25. Januar 2013 um 23:05

Von Bernd Niquet

Was macht man eigentlich, wenn man in seinem Leben in ein bestimmtes Alter kommt und man alle Konflikte, die einen ein Leben lang in Atem gehalten haben, gelöst hat, wenn man das Wissen, dem man hinterhergejagt ist, gefunden hat, und darüber hinaus eigentlich auch alles gesagt hat, was man je sagen wollte?

Dann sucht man sich neue Bereiche. So habe ich plötzlich mein Interesse für Geschichte entdeckt. Und dann ist da auf einmal auch noch das Thema der Schwarzen Löcher, wo mir plötzlich etwas dazu einfällt.

Mit Faszination beschäftige ich mich gegenwärtig mit der Geschichtswissenschaft – und hierbei mit den Vor- und Nachwehen des Ersten Weltkriegs. Früher hatte ich immer gedacht, Geschichte wäre etwas Feststehendes, da gäbe es Leute, die wissen, was gewesen ist, und Leute, so wie ich, die das nicht wissen und daher lernen können. Heute hingegen ist mir klar, dass auch die Geschichte etwas Lebendiges ist. Es tauchen immer wieder neue Aspekte auf und das Geschehen ist generell so heterogen, dass es einfache Deutungen meistens nicht zulässt.

Wer hatte denn nun die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges? Und war der Frieden von Versailles wirklich die Hauptursache für alles Weitere? Wenn das aber stimmt, wie konnte sich dann Frankreich nach dem Frieden von 1871 so entwickeln, wie es das getan hat? Es ist überall ein Abwägen und Austarieren – und je mehr man weiß, desto weniger weiß man, was einen allerdings nur weiter antreibt, noch mehr zu wissen.

Im Weltraum ist es da anscheinend auch nicht anders als in der Geschichte. Egal also, ob man nach oben oder nach unten oder nach vorne oder nach hinten schaut, überall sieht man, dass man nicht alles sieht. Und das ist vielleicht auch schon der Schlüssel zur Lösung.

Es gibt ein Bild des Holländers M.C. Escher mit dem Titel „Print Gallery“. (Geben Sie einmal den Künstler- und den Bildnamen bei einer Suchmaschine im Netz ein, dann finden Sie das Bild.) Auf ihm sieht man einen Mann, der Bilder betrachtet. Doch das Bild zeigt gleichzeitig zwei Perspektiven: Einerseits steht der Mann in der Bildergalerie und schaut sich die Bilder an, andererseits ist er jedoch selbst Teil des Bildes. Und weil diese beiden Perspektiven auf einem einzigen Bild nicht nahtlos zu vereinigen sind, gibt es genau in der Mitte ein Schwarzes Loch, das bei Escher jedoch weiß ist und in das er eine Formel geschrieben hat.

Prinzipiell ist das die gleiche Struktur, mit der es auch jeder Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler zu tun hat. Denn auch er ist sowohl außenstehender Beobachter wie im System enthaltener Beobachter. Und die Paradoxie eines Schwarzen Loches ergibt sich in diesem Kontext immer dann, wenn das Gedachte plötzlich selbständig anfangen sollte, zu denken. Dann bricht alles zusammen.

Ganz ähnlich sieht es nach meinem Verständnis auch bei unserer Erklärung der Welt und des Weltraums aus. So, wie ich es sehe, verfügen wir über zwei Theorien: Einsteins Relativitätstheorie zur Erklärung der Vorgänge im Kosmos und die Quantentheorie für die Erklärung der Mikrophänomene. Wobei letztere ja bereits die obige Tatsache in sich eingearbeitet hat, nämlich dass jede Beobachtung stets abhängig ist vom Beobachter.

Will man nun also die Vorgänge in einem Schwarzen Loch verstehen, müsste man die Quantenphysik in die allgemeine Relativitätstheorie integrieren, was jedoch nicht gelingt. Irgendetwas ist also faul. Und ich kann mir vorstellen, dass das durchaus mehr mit unserer Stellung als Beobachter zu tun hat als mit der Natur selbst. Vielleicht existieren ja die Schwarzen Löcher in Wirklichkeit nur in unserem Kopf?

Wir sind schon wirklich erstaunliche Kreaturen, wir Menschen. Im Großen wie im Kleinen, gestern, heute und in Zukunft. Und keiner weiß, wie weit es geht und wie weit es wann zurück geht.

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