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Crashversicherung verschwunden

Freitag, 18. Januar 2013 um 22:33

Von Bernd Niquet

Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man plötzlich so einen direkten persönlichen Bezug zum Zeitgeschehen hat, wie mir dies in dieser Woche passiert ist. Der Anfang dieser Geschichte liegt jedoch schon zwei Jahre oder länger zurück.

Damals hatte ich einen neuen Kundenberater in der Bank, der vorschlug, uns einmal zu treffen. Und so saßen wir dann bei leckerem Newcastle Brown Ale und redeten über die Finanzwelt. Ich hatte damals meine furchtsamste Periode und wollte unbedingt mit ihm durchsprechen, wie das läuft, wenn ich mir mein in ETFs verbrieftes Gold ausliefern lassen würde.

Wir redeten über Gefahren des Finanzsystems, doch er fand meine Sorgen übertrieben. Ich hingegen habe damals tatsächlich über ein Schließfach nachgedacht und gedanklich durchgespielt, mir mein Gold ausliefern zu lassen und in ein Schließfach zu packen.

Denn zu Hause so etwas aufzubewahren, da hätte ich keine ruhige Minute mehr. Und was würde mir die beste Vermögenssicherung helfen, wenn ich selbst darunter leide? Oder ob ich das Gold dann vielleicht irgendwo einmauern sollte?

Nein, das Schließfach ist wirklich die sicherste Variante. Doch was ist, wenn das Schließfach geknackt wird? Natürlich gibt es Versicherungen, doch dann muss man ja alles offenlegen. Und das wäre natürlich ziemlich widersprüchlich. Vor allem: Würde sich das dann überhaupt noch rechnen?

Und was wäre, wenn wirklich eine Krise ausbricht und die Banken belagert werden? Dann käme ich mit meinem Gold doch gar nicht mehr aus der Bank heraus, ohne einen auf den Kopf zu bekommen.

Doch wenn ich das wirklich machen würde mit dem Schließfach, habe ich damals gegrübelt, wo würde ich dann hingehen? Bei meiner Bank gab es damals keine freien Fächer. Sollte ich mir daher eine andere Bank suchen? Vielleicht die Volksbank, bei der mein Vater sein gesamtes Geschäftsleben lang seine Konten geführt hat und wo sein Konto und Depot noch heute liegen? Anschließend habe ich den Schließfach-Gedanken dann jedoch verworfen.

Neulich bin ich dann zum ersten Mal seit Ewigkeiten in der Volksbank-Filiale meines Vaters gewesen. Es ging um die Abwicklung des Nachlasses. Ich hatte mein Auto gleich vorne auf dem Kundenparkplatz abgestellt und anschließend lange mit der Kundenberaterin gesprochen. Hinterher musste ich einmal auf die Toilette, da hat mich ein Auszubildender nach unten gebracht. Die Toilette lag direkt neben dem Raum mit den Kundenschließfächern, das habe ich gesehen, aber in diesem Moment nicht mehr an die alte Geschichte mit dem Gold gedacht.

Das passierte erst am Montag dieser Woche, denn da wurde bekannt, dass Einbrecher von der Tiefgarage im Nebenhaus direkt unter dem Platz, wo mein Auto neulich stand, einen Tunnel in die Bank gegraben und dort die Schließfächer aufgebrochen haben.

Hätte ich also tatsächlich mit meinem Gold allen Eventualitäten trotzten und es ganz sicher aufbewahren wollen, wäre es heute mit großer Wahrscheinlichkeit weg. So kann es kommen, manchmal ist das Leben wirklich paradox. Da führt die Angst vor dem Zusammenbruch direkt in den Zusammenbruch. Manchmal ist also ein bisschen Vertrauen tatsächlich profitabler als das große Misstrauen. In meinem Fall war das jedenfalls so. Und das werde ich mir gut merken.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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