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Spiel mit dem Feuer

Donnerstag, 10. Januar 2013 um 14:03

Von Wolfgang Braun
Mit einem faulen Kompromiss ist es den US-Politikern in quasi letzter Sekunde gelungen, die Fiskalklippe (vorerst) zu umschiffen. Damit war der Grundstein für einen guten Start der Börsen ins neue Jahr gelegt. Beide Parteien konnten sich in einigen Punkten durchsetzen. Den großen Durchbruch gab es aber nicht: Die anstehenden Ausgabenkürzungen wurden schlicht um zwei Monate verschoben, dann geht das Gezerre von neuem los. Da um den Februar auch das Schuldenlimit für die USA erreicht ist, dürften die Verhandlungen schwierig verlaufen. Die Börsianer müssen also weiter zittern.

Asoziale Forderungen

Aus deutscher Sicht mutet Amerika wie ein Paradies für Reiche an. Der Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zahlte 2011 auf sein Einkommen von 13,7 Millionen Dollar rund 14 Prozent Steuern. Es ist daher zu hoffen, dass die Rechtsausleger der Republikaner in den nächsten Wochen zur Vernunft kommen und ihre Extremforderungen revidieren. Sie wollen, dass das Budgetdefizit durch Kürzungen vor allem bei den Sozialausgaben, nicht aber durch Steuererhöhungen für die Reichen abgebaut wird. Dabei ist die Schere zwischen reich und arm in den USA bereits so groß, dass sich selbst etliche Wohlhabenden auf die Seite der Demokraten schlagen. Am Ende können unsere westlichen Staatensysteme nur überleben, wenn sie von einer breiten Mehrheit gestützt werden. Lässt man aber breite Teile der Bevölkerung ins Elend abdriften, wackelt am Ende auch die Demokratie.

Gefährlicher Vorschlag

Fast schon absurd erscheint in diesem Zusammenhang der Vorschlag, mit einer Platin-Münze im Wert von 1 Billion Dollar die Schuldenprobleme in den Griff bekommen zu wollen. Hört sich prima an: Der Staat prägt ein paar Münzen, hinterlegt diese bei der Notenbank und lässt sich den entsprechenden Geldbetrag gutschreiben. In Zukunft könnte man in Saus und Braus leben und müsste keine Schuldenschranken mehr beachten. Die Bevölkerung dürfte den Trick aber schnell durchschauen. Eine Papierwährung wie der Dollar lebt einzig vom Vertrauen der Menschen in die Werthaltigkeit. Spielt man hier mit dem Feuer, kann man Schaden anrichten, der nicht mehr zu reparieren ist. Am Ende kann ich nur an die Vernunft der Politiker appellieren, die einen vernünftigen Kompromiss finden müssen, bei dem die Reichen einen zusätzlichen Beitrag leisten und der den sozial Schwachen genug Geld zu einem anständigen Leben lässt.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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