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Gute Nacht in Neuen Jahr!

Freitag, 4. Januar 2013 um 23:31

Von Bernd Niquet

Noch vor Silvester habe ich in meiner Zeitung das wunderbare Gedicht „Die Neujahrswünsche“ von Heinrich Zschokke gefunden, einem Zeitgenossen von Immanuel Kant, der genau wie dieser exakt das schreibt, wonach ich schon immer gesucht habe.

Grundaussage: Jeder wünscht sich ein langes Leben, viel Geld, Klugheit, Schönheit und allen Ruhm der Welt. Doch wenn alles würde wahr, was wünscht man dann zum Neuen Jahr?

Das ist genau das Thema, mit dem ich mich Jahrzehnte lang herumgeplagt habe, dem Unterschied zwischen dem Einzelnen und der Gesamtheit. Der Einzelne kann sein Vermögen in Geld halten, die Allgemeinheit jedoch nicht. Der Einzelne kann seine Aktien verkaufen, die Gesamtheit jedoch nie. Im Aggregat müssen alle Aktien zu jedem Zeitpunkt von jemandem gehalten werden, genauso wie die aktuelle Geldmenge.

Das verstehen leider nur die Wenigsten. Und von den Wirtschaftsjournalisten sogar niemand. Man lese da nur die täglichen Börsenberichte, in denen sich die Anleger immer wieder bei schwachen Tagen von den Aktien trennen und sie an den starken Tagen dann wieder zurückkaufen.

Und wer so lange wie ich diese Themen gewälzt und vor sich hergewälzt hat, freut sich natürlich riesig, diese ganzen Überlegungen, was denn eigentlich passieren würde, wenn das, was der Einzelne macht oder sich wünscht, plötzlich auf alle zutreffen würde, schon von jemandem durchdacht worden ist, der von 1771 bis 1848 gelebt hat.

Da denke ich dann plötzlich: Wir Menschen sind vielleicht wirklich gar nicht so doof. Wir sind nur unheimlich vergesslich.

Und zur weiteren Erbauung werde ich mir daher erlauben, hier ein paar ausgewählte Passagen dieses wundervollen Gedichtes zu zitieren:

Lebten wir alle tausend Jahre,
was gewönnen wir dabei?
Kahle Köpfe, graue Haare,
und das ewige Einerlei!
Im erschrecklichen Gedränge
ungeheurer Menschenmenge
würden Stadt und Dorf zu enge,
und die ganze Welt zu klein.
Niemand könnte etwas erben,
Denn es würde keiner sterben;
und wer möchte Doktor sein?

Wäre jedermann so reich,
als wohl jeder wünscht zu werden:
Nun, dann fühlten wir auf Erden
uns als Lumpen, alle gleich.
Da niemand des anderen Bürde
künftig auf sich laden würde,
müsste jeglicher allein
sein höchsteigner Diener sein.

Und wüsste jeder Tropf genug,
wären alle Toren klug.
Könnte niemand Besseres sagen,
o, so gäbe es nichts zu fragen,
nichts zu lernen, nichts zu lehren,
nichts zu tadeln, zu bekehren.
Jeder schwatzte wie ein Buch,
nirgends wäre Widerspruch.
Und die Welt, bei Ja und Nein,
schliefe aus langer Weile ein.

In diesem Sinne wünsche ich eine Gute Nacht im Neuen Jahr!

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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