23.04.2017 - 23:41 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

Börse kurios

Donnerstag, 13. Dezember 2012 um 13:08

Von Wolfgang Braun
Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende entgegen. Die richtige Zeit, ein paar Ereignisse und Entwicklungen ins Gedächtnis zu rufen, die mich 2012 den Kopf haben schütteln lassen. So etwa im Frühjahr der Jahresabschluss der Commerzbank. Das krisengeplagte Finanzinstitut zeigt, wie beliebig Bilanzierung inzwischen geworden ist: Man meldete für 2011 sowohl einen Gewinn von 638 Millionen Euro als auch einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro.

Der Gewinn entstand nach den internationalen Bilanzierungsregeln IFRS und sollte die Anleger in die anstehende Kapitalerhöhung locken. Mit dem Milliardenverlust nach HGB vermied man gleichzeitig Zinszahlungen auf die Hilfsgelder des Staates, die nur bei einem Gewinnausweis (nach HGB) fällig werden. Schon im Vorjahr waren die Banken negativ aufgefallen. Wegen der finanziellen Schieflagen, in denen etliche Häuser steckten, notierten die eigenen Anleihen deutlich unter ihrem Nennwert. Die Differenz verbuchte man kurzerhand als Gewinn. Je schlimmer es um ein Institut stand, desto höher damals der ausgewiesene Gewinn. Vielleicht sollte man im Interesse des Anlegerschutzes ein paar Bilanzierungsregeln überdenken. Derzeit sind die Bilanzen der Finanzhäuser nicht das Papier wert, auf dem sie stehen.

Kurskapriolen

Einen Blitzstart ins Jahr 2012 schaffte die Aktie von Loewe. Das früher im SDax notierte Papier brauchte nur vier Wochen, um sich zu verdoppeln. Einen fundamentalen Grund für den Kurshype, der sich bis Mitte März fortsetzte, gab es nicht. Gerüchte über eine bevorstehende Übernahme durch Apple mussten als Erklärung herhalten, haben sich bislang aber nicht bestätigt. Und fundamental bleibt die Branche schwierig, wie die jüngste Ergebniswarnung des Fernsehherstellers zeigt. Wer auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist, kam unter die Räder. Der Titel ist fast wieder auf sein Ausgangsniveau zurück gefallen.

Wer aufs Zocken verzichtet und sich streng auf fundamentale Daten konzentriert, liegt aber auch nicht immer richtig. Zu spüren bekommen das derzeit vor allem China-Aktien. Firmen wie Joyou, United Power Tech oder China Speciality Glass wachsen seit Jahren prozentual zweistellig und erwirtschaften Renditen von weit mehr als 10 Prozent. Die Aktien notieren dennoch mit Abschlägen von rund 50 Prozent zum Buchwert. Anleger fürchten weitere Skandale um China-Unternehmen. „Im Zweifel für den Angeklagten“ gilt an den Finanzmärkten nicht.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2017 by instock.de | Mediadaten | Impressum