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Was ist nur mit uns los?

Freitag, 7. Dezember 2012 um 22:54

Von Bernd Niquet

An vielen Stellen in der Presse und der veröffentlichten Meinung werden derzeit Ängste erzeugt, die kaum einen realen Hintergrund haben. Neulich hatte ich mich darüber aufgeregt, dass meine Zeitung völlig unkommentiert das Ergebnis einer Studie veröffentlicht hat, nach der die Ostdeutschen zu einem hohen Maße rechtsextrem seien. Und hatte mich gefragt, was da wohl für Fragen gestellt worden sind.

Jetzt finde ich in derselben Zeitung einen sehr detaillierten Leserbrief, der das genau erläutert. Anscheinend müssen hier also die Leser der Redaktion helfen. Ergebnis: Die Studie kam von der Friedrich-Ebert-Stiftung und habe alle diejenigen, die „… davon ausgehen, dass Islam und Scharia inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien der Demokratie sind“, als rechtsextrem klassifiziert.

Das ist natürlich harter Tobak. Doch es kommt noch schlimmer. Auf diesen Leserbrief antwortet schließlich eine SPD-Parlamentarierin und Obfrau des NSU-Untersuchungsausschusses mit einem derartigen Blabla, dass ich vor Zorn und Scham beinahe in den Boden versinken würde. Aber ich verstehe natürlich, welcher Sozialdemokrat will sich schon mit einem sozialdemokratischen Institut anlegen?!

Doch was ist das derzeit für ein Spiel? Ich verstehe es nur bedingt? Muss der Bürger sich jetzt Schmuddelkinder konstruieren, um sich seiner eigenen Ohnmacht nicht bewusst zu werden?

Der nächste Fall, der mir aufstößt, ist hingegen weit klarer. Überall, vom Spiegel bis zur Stiftung Warentest, wird jetzt über die Risiken der Psychoanalyse berichtet. Hier ist die Stoßrichtung klar: Die Pharmaindustrie will Psychopharmaka verkaufen und deswegen schafft man Fakten gegen alles, was ohne Chemie abläuft. Die beste Diagnose lautet daher heute stets: Störung des Hirnstoffwechsels. Dass dieser jedoch vielfach nur die Wirkung und nicht die Ursache der Probleme der Menschen ist, interessiert dabei niemanden.

Und wenn man sich dann einmal daran macht, was denn nun die Risiken der Psychoanalyse seien, findet man das hier: Eine Frau merkt im Rahmen ihrer Analyse, dass sie gleichberechtigt sein möchte, doch als ihr Mann das nicht mitmacht, trennt sie sich von ihm und fällt erst einmal in ein Loch. Und dieses Loch ist dann das Risiko der Psychoanalyse. Das ist kein Scherz, sondern wirklich so.

Auch will man heute den übersteigerten Bewegungsdrang bei Kindern nicht mehr aus den allgemeinen Bedingungen des Aufwachsens ableiten, sondern hat dafür eine neue Krankheit erfunden, für die man trefflich Tabletten absetzen kann. So funktioniert die Wirtschaft. Wie hat doch der große Psychoanalytiker Erich Fromm dazu schon vor fünfzig Jahren gesagt: Jede Wirtschaftsordnung schafft sich die Menschen, die sie braucht.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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