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Geld für den Nürnberger Trichter

Samstag, 1. Dezember 2012 um 09:11

Von Bernd Niquet

Jetzt kostet es zum ersten Mal wirklich Geld mit Griechenland. Bisher waren es ja nur Bürgschaften. Und ob Bürgschaften gezogen werden, wer weiß. Und selbst wenn, dann muss man eben die dahinterstehenden Sicherheiten verwerten. Doch jetzt kostet Griechenland plötzlich richtiges Geld, nämlich Cash.

Andererseits: Wenn wir 400 Millionen für den Aufbau der Infrastruktur in Afghanistan übrig haben, warum sollen wir dann nicht 730 Millionen an Griechenland überweisen? Das liegt doch wesentlich näher. Irgendwie blöd ist dabei nur, dass wir jetzt kein Geld mehr zur Ausbildung unserer Kinder übrig haben, die daher von lauter alten, verhärmten und desillusionierten Lehrern zwischen verschimmelten Wänden beschult werden müssen.

Schade, dass wir keinen Kalten Krieg mehr haben, denn dann könnte ich mal in der Schule das folgende Bonmot loswerden, das mir schon vor einiger Zeit zugeflogen ist: Wenn mich der Ostblock zu einem Spion gemacht hätte und mich um eine Stellungnahme gebeten hat, wie man die Jugend des Westens am besten desillusionieren und zu Grunde richten könnte, dann hätte ich gesagt: Kein Handlungsbedarf! Das System dort ist bereits optimal darauf ausgerichtet.

Vielleicht liegt es also doch nicht am Geld, sondern am Kopf. Es ist ja auch alles ziemlich verwunderlich. Meine Schulzeit ist jetzt fast vierzig Jahre her. Als ich zur Schule ging, gab es noch keine Computer, ja nicht einmal Faxgeräte. Es hat sich also einiges getan seitdem. Doch die Schule funktioniert immer noch so wie früher nach dem Prinzip des Nürnberger Trichters aus dem 17. Jahrhundert. Kopf auf, Wissen rein, Kopf wieder zu. Sprich: Den Lehrstoff auswendig lernen und ihn hinterher abfragen.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die Bundesrepublik Deutschland, mit einer schrumpfenden Bevölkerung und ohne Rohstoffe, die somit auf die Kreativität ihrer Bevölkerung angewiesen ist, zieht ihre Kinder damit groß, indem sie sie unter dem Begriff „Bildung“ zum Auswendiglernen von lauter unsinnigen Dingen zwingt.

Und was noch schlimmer ist: Dieses Idiotensystem produziert nicht nur erfolgreiche Idioten, sondern auch eine Menge Versager und damit ein soziales Problem, das bald nicht mehr finanzierbar ist. Denn wie soll jeder erfolgreiche Idiot zwei Versager durchfüttern? Mittlerweile ist es in der Schule nämlich so, dass so viele Tests über Auswendiggelerntes geschrieben werden, dass in der Schule gar keine Zeit mehr bleibt, den Kindern dieses „Wissen“ beizubringen, weshalb es eben zu Hause bei den Hausarbeiten zu geschehen hat. Und wenn sich hier die Eltern nicht kümmern können oder wollen, wird das Kind automatisch zu einem künftigen Sozialfall.

Die Themen Afghanistan- oder Griechenlandhilfe werden sich also bald von selbst erledigt haben, weil wir dann nämlich alles Geld, was dem Staat zur Verfügung steht, dafür brauchen werden, um die Zinsen auf die Staatsschuld zu zahlen, sowie diejenigen, die aus unserem Idiotenbildungssystem herausgefallen sind, am Leben zu halten.

Und wenn man jetzt ganz gewitzt ist, könnte man an dieser Stelle noch fragen: Ob da etwa Absicht dahintersteht?

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

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Bernd Niquet, "Jenseits des Geldes, Zweiter Teil", Leipzig 2012, 570 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-873-9.

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