26.05.2017 - 18:59 | Lesezeichen | Startseite | Newsletter | Suche | Kontakt | Seite drucken | Sitemap   
 
   

Wo Sie neue
Boom-Börsen finden?!

 

  Geheime Aktien-Gewinnstrategie?!

      Menü

    Home

      Wissen

      Börsen-ABC
      Anlegerrecht


        Twitter

        



Anzeige  


 

Suche

 


Kursabfrage

 



 
Kunst im Frühling


 


 

 

 

Gefährlicher Stolperstein

Donnerstag, 8. November 2012 um 15:11

Von Wolfgang Braun
Die Wahl in den USA ist gelaufen, Obama wird das Land für weitere vier Jahre führen. Am Mittwochmorgen reagierte der Dax positiv, weil das Ergebnis überraschend deutlich ausfiel. Zuvor war eine Pattsituation wie im Jahr 2000 nicht auszuschließen. Prinzipiell ziehen die Finanzmärkte Republikaner an der Spitze des Staates vor. Bereits vor zwei Wochen hatte ich aber erläutert, dass die Börsen unter dem Republikaner George W. Buch von einer Krise zu nächsten taumelten. Dagegen war der Technologie-Boom in die Amtszeit des Demokraten Bill Clinton gefallen. Und auch in den ersten vier Jahren unter Barack Obama zog der Dow Jones um 25 Prozent an. Die Statistik spricht also eher für den Amtsinhaber.

Fiskalklippe droht

Positiv für die Finanzmärkte ist, dass mit Obama die laxe Geldpolitik fortgesetzt wird. Romney hatte den Fed-Chef Ben Bernanke in Frage gestellt und seine Ablösung angekündigt. Die Notenbank dürfte damit auch in Zukunft Stützpfeiler für die Börsen sein. Die Vorgehensweise in der Schuldenkrise bleibt aber auch nach der Wahl unklar. Zum Jahreswechsel laufen in den USA Steuererleichterungen im Umfang von rund 600 Milliarden Dollar aus. Das entspricht rund 4 Prozent des BIP. Werden die Einsparungen nicht gestoppt, droht die Wirtschaft über die so genannte „Fiskalklippe“ zu stürzen. Experten erwarten dann eine scharfe Rezession, die auch die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen würde.

Schwierige Entscheidung

Zuletzt schauten die Anleger der Entscheidung noch gelassen entgegen. Die Dax-Volatilität, auch Angstbarometer genannt, fiel kontinuierlich. Die Jahresendrallye wurde als Selbstverständlichkeit gesehen. Dabei wird die Entschärfung der Fiskalklippe alles andere als einfach. Seit 2007 häufen die USA jedes Jahr mehr als 1 Billion Dollar neue Schulden auf. Einsparungen sind daher dringend nötig. Zu scharf dürfen sie aber nicht ausfallen, sonst droht ein ähnlicher Niedergang wie in Teilen Europas. Die politischen Verhältnisse erschweren die Entscheidung. Da die beiden Kammern des Kongress von unterschiedlichen Parteien dominiert werden, muss ein Kompromiss erzielt werden. Schon im August 2011 haben die Verantwortlichen bis zur letzten Minute gepokert und damit die Märkte verunsichert. Die hohe Liquidität spricht zwar für Aktien, die Fiskalklippe könnte aber zu einem gefährlichen Stolperstein für die Jahresendrallye werden.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.


Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

Anzeige


 


 
 
 
 
 
 
 
       
     


© 1999 - 2017 by instock.de | Mediadaten | Impressum