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Und jetzt die Wissenschaft

Freitag, 12. Oktober 2012 um 22:54

Von Bernd Niquet

Das Thema Religion ist unerbaulich und für mich nunmehr zum Glück durch. Wenden wir uns daher wieder der diesseitigen Ratio und der Wissenschaft zu. Denn gerade ist mir im Berliner „Tagesspiegel“ ein Wissenschaftsartikel aufgefallen, der mich gänzlich umgehauen hat.

Darin ging es um Kreativität. Auch darum, dass Tagträumen durchaus eine produktive Tätigkeit sein kann. Das haben sicherlich schon unsere Großväter gewusst, dazu brauchen wir keine Wissenschaft, denke ich. Neu ist jedoch, dass die Wissenschaft vorgibt, Kreativität messen zu können.

Auch das noch, denke ich. Nur das, was man messen kann, ist heute noch Wissenschaft. Da jedoch alles wissenschaftlich sein soll, muss heute alles messbar werden. Was dabei schließlich herauskommt, ist an Dümmlichkeit kaum noch zu fassen.

So behauptet man, die Kreativität dadurch messen zu können, indem man Testpersonen nach möglichst vielen Verwendungsformen für einen Pappkarton oder Backsteine fragt. Wer also neben dem Begriff „Geschenkverpackung“ auch noch auf „Nachtschrank“ oder „Regenschirm“ kam, wird als kreativer gewertet. Und wer sogar thematisiert hat, dass man Backsteine zermalmen kann, um sie anschließend als Lippenstift zu benutzen, ist der Kreativitätskönig.

Das sind keine Scherze, das sind alles Beispiele aus dem Artikel. Ich wäre bei dieser Befragung sicherlich als der unkreativste Mensch des gesamten Tests herausgekommen, denn ich hätte mich geweigert, mir solchen Blödsinn einfallen zu lassen. Für mich ist nur das kreativ, was sich auch mit einigem Nutzen in der Realität umsetzen lässt. Daran hapern jedoch alle solche Tests, die aus luftleeren Befragungen von Testpersonen Erkenntnisse zu ziehen vermeinen.

Mich erinnert das fatal an meine Universitätszeit. Da sind wir auch des Öfteren mit solchen Leuten zum Essen gegangen, die stets behaupteten, durch Befragung von Menschen nach ihrer Zahlungsbereitschaft für gewisse öffentliche Güter Erkenntnisse zu gewinnen. Also zum Beispiel: Wieviel wären Sie bereits, für saubere Luft zu zahlen.

Diese Gespräche fanden immer in der Mensa statt und wir kritischen Geister haben uns dabei jedes Mal vor Lachen auf dem Boden gewälzt bis die Suppenschüsseln umgefallen sind. Wieviel wäre ich bereit, für saubere Luft zu zahlen? Wenn mich das so jemand fragt, würde ich sagen: 1 Million, nein 10 Millionen Euro. Auf jeden Fall ordentlich viel. Denn ich kann ja sicher sein, dass das niemand von mir einfordern wird. Doch solche Ergebnisse werden anschließend dann als Erkenntnisse verkauft. Schlagzeile: Den Deutschen ist eine saubere Umwelt unermesslich viel wert!

Ein Glück daher, dass ich heute nichts mehr mit der Wissenschaft zu tun habe. Die Naturwissenschaften sind schon okay, aber die Sozialwissenschaften heutiger Prägung sind ein einziges Grausen.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!

BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.

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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.

 

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