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Mein Glaubensbekenntnis

Samstag, 6. Oktober 2012 um 09:07

Von Bernd Niquet

Das Thema der Religionen und des Krieges um die Religionen lässt mich weiterhin nicht los. Leser haben mich mit vielen Zitaten aus dem Koran versorgt, die auf dessen Gewaltverherrlichung weisen. Wie zum Beispiel: „Und kämpfet wider die Ungläubigen, bis alles an Allah glaubt.“ Ich finde allerdings auch ein Zitat, dass das genaue Gegenteil davon zeigt: „Allah mag Unfrieden nicht.“ Also was nun?

Doch auch das Christentum scheint nicht durchweg friedlich zu sein in seinem Schrifttum. So finde ich in einer großen Tageszeitung in einem Leserbrief ein Zitat aus dem Großen Katechismus, nachdem Juden und Türken in ewigem Zorn und Verdammnis bleiben würden. Und ich forsche nach, warum die Juden eigentlich Knaben beschneiden, und finde, weil das Kind dadurch in die Gemeinschaft Gottes aufgenommen wird.

Als ich gerade diesen Menschen das ewige Fegefeuer wünsche, erfahre ich, dass das Fegefeuer eine Erfindung des Mittelalters ist, das gleichsam einen Zustand zwischen Himmel und Hölle verkörpert, in dem man schnell hinein-, aber ebenso schnell wieder herauskommt, wenn man sich die kirchlichen Ablassbriefe kauft. Im übrigen wurde der größte Finanzier des späten Mittelalters, Jacob Fugger, gerade durch seine dominierende Stellung im Ablasshandel groß.

Ist das nicht alles vollkommen verrückt? Was für ein Glück, dass wir heute nicht mehr im Mittelalter leben. Aber stimmt das denn eigentlich? Wir haben zwar Fernsehen, Internet, Smartphones, Autos, Flugzeuge und Hochhäuser, doch in uns drinnen herrscht immer noch tiefstes Mittelalter. Wenn wir überhaupt schon so weit gekommen sind.

70 Prozent aller Amerikaner glauben an die Existenz einer Hölle, während sich zeitglich amerikanische Forscher aufmachen, im Inneren der Erde nach einer Hölle zu suchen. Derweil schlägt sich der Rest der Welt die Köpfe ein, wer an den richtigen Gott glaubt und was mit Ungläubigen zu geschehen hat.

Ich selbst glaube an keinen Gott. Ich bin sicher, dass es so etwas nicht gibt. Ich kann es allerdings auch nicht ausschließen. Ich habe jedoch keinerlei Angst davor. Denn ich besitze mein eigenes Glaubensbekenntnis: Ich glaube daran, dass, wenn es tatsächlich einen Gott gibt, diejenigen, die ein aufrechtes und ehrliches Leben geführt haben und anderen kein Leid und kein Unrecht angetan haben, dafür belohnt werden, egal an welche Gottheit sie vorher geglaubt haben oder dies überhaupt getan haben.

Dass hingegen diejenigen, die kleine Kinder verstümmeln oder Andersgläubige in die Luft sprengen, in den Himmel kommen, scheint mir zu widersprüchlich zu sein. Was sollte das für ein Gott sein, der derartige Barbareien belohnt? Das müsste ja ein böser Gott sein und könnte kein guter Gott sein. Und das weigere ich mich nun wirklich zu glauben. Wenn es einen Gott gibt, dann wird er auch gut und wohlwollend sein. Und er wird keineswegs diejenigen belohnen, die sich an der Würde des Menschen vergehen. Davon bin ich im tiefsten Herzen überzeugt.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!

BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.

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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.

 

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