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Dämpfer einplanen

Donnerstag, 4. Oktober 2012 um 14:11

Von Wolfgang Braun
Zuletzt haben die Börsen massiv von Geldspritzen profitiert, die den Märkten von den Notenbanken weltweit zur Verfügung gestellt werden. Die Risiken wurden dabei weitgehend ausgeblendet. Vor allem die eingetrübten Konjunkturperspektiven, die der Grund für die Liquiditätsspritzen der Notenbanken sind, könnten mit der beginnenden Berichtssaison für das dritte Quartal wieder auf dem Radar erscheinen. Anleger müssen damit rechnen, daß die Zahl an Firmen, die eher bescheidene Zahlen liefert oder einen vorsichtigen Ausblick gibt, zunimmt.

Die Analysten haben ihre Prognosen für US-Unternehmen bereits reduziert. Im S&P 500 sollen die operativen Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um gut 1 Prozent sinken. Nach zwölf Quartalen, in denen es beständig aufwärts ging, wäre das der erste Rückgang. Vielleicht schaffen es die Unternehmen aber noch einmal, die Meßlatte aus dem Vorjahr zu überspringen. Traditionell versuchen die Unternehmen im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung die Erwartungen so weit zu drücken, daß am Ende eine (zumindest leicht) positive Überraschung gelingt.

Schwieriger dürfte sich das Schlußquartal 2012 gestalten. Hier kalkulieren die Experten aktuell mit einem Gewinnplus von mehr als 13 Prozent. Der Vorjahreswert war zwar recht schwach, dennoch läßt sich kaum plausibel begründen, wie die Unternehmen im derzeit schwierigen Marktumfeld einen prozentual zweistelligen Gewinnzuwachs zustande bringen sollen. Die Ausblicke der Konzernchefs in der anlaufenden Berichtssaison könnten also zu einem Dämpfer für die Börsen werden.

Auch bei den deutschen Blue Chips erscheinen mir die Ziele für 2012 sehr ehrgeizig. Die Analysten kalkulieren mit einem kumulierten Gewinn für die 30 Indexmitglieder von rund 74 Milliarden Euro. In der ersten Jahreshälfte wurde davon zwar bereits die Hälfte eingefahren, die Konjunktur lief da aber in Deutschland noch rund. Zuletzt haben sich die wirtschaftlichen Perspektiven hierzulande erheblich eingetrübt. Die Unternehmen bewegen sich also in schwierigerem Fahrwasser, wie die jüngsten Ausblicke von Daimler oder Infineon belegen.

Die Bewertungen von Aktien bleiben auch günstig, wenn die Ziele nicht komplett erreicht werden (vor allem im Vergleich zu Anleihen). Die anstehende Berichtssaison könnte aber den Börsenanstieg ausbremsen und eine Korrektur bringen.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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