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Ungesunde Entwicklung

Donnerstag, 6. September 2012 um 12:38

Von Wolfgang Braun
Mit dem September ist der mit Abstand schwierigste Börsenmonat angebrochen. Seit 1959 (soweit hat die Deutsche Börse den Dax zurückberechnet) büßten die deutschen Blue Chips im September im Schnitt 2,1 Prozent ein. Das ist eine Menge, wie der Blick auf die positive Seite zeigt: Der April bescherte den Anlegern als knapp stärkster Börsenmonat ein durchschnittliches Plus von gerade einmal 1,5 Prozent. Allerdings darf die Statistik auch nicht überinterpretiert werden. Der September hat zwar in 32 Jahren Verluste gebracht, in 20 Jahren legte der Dax aber zu. Garantierte Verluste gibt es also in diesem „Schreckensmonat“ nicht.

Doch in diesem Jahr gibt es einige Gründe, daß die Statistik richtig liegen könnte. So hat der Dax seit Anfang Juni eine passable Sommerrallye hingelegt, die dem Index ein Plus von mehr als 1.000 Zählern oder rund 20 Prozent gebracht hat. Aus technischer Sicht ist der Markt überhitzt, eine Korrektur wäre gesund. Dazu gibt es im Bereich von 7.000 Punkten Widerstände für den Dax, die auf Anhieb schwer zu überwinden sein dürften, zumal auch die US-Indizes in schwieriges Gelände vorgestoßen sind. Aber nicht nur die Charttechnik gibt zu denken.

Während die Kurse munter kletterten, haben sich die fundamentalen Daten erheblich eingetrübt. Deutschland, bislang tragende Säule in Europa, kann sich der Schuldenkrise nicht länger entziehen. Die Frühindikatoren brechen ein, im zweiten Halbjahr droht eine Stagnation oder gar eine Rezession. Trotz der Erholungstendenzen im Immobiliensektor kommt auch in den USA der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Dazu bricht das Verbrauchervertrauen ein, der ISM-Index deutet eine rückläufige Produktion an. Und zum Ende des Jahres laufen nach aktuellem Stand milliardenschwere Steuererleichterungen aus. Selbst in China trüben sich die Wachstumsperspektiven zunehmend ein. Ohne das bisherige Zugpferd werden die Aussichten für die Weltwirtschaft noch bescheidener.

Parallel zu den sich eintrübenden Wirtschaftsdaten sind die Hoffnungen auf die Notenbanken zuletzt immer weiter gestiegen. Steigende Aktienkurse bei sich eintrübenden Wirtschaftsperspektiven passen aber nicht zusammen und sind eine ungesunde Entwicklung, die kaum nachhaltig sein dürfte. Neuerliche Geldspritzen dürften zwar einen Absturz verhindern, zuviel Optimismus ist aktuell aber nicht angebracht. Stürmisch wird der Herbst wohl nicht, einige Böen könnten aber über die Börsen wirbeln.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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