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Hitzefrei und Quantentheorie

Freitag, 24. August 2012 um 23:21

Von Bernd Niquet

Als ich diese Kolumne schreibe, sind in meinem Arbeitszimmer nur noch 22 Grad gegenüber 29 Grad am Anfang der Woche. Obwohl die Sonne weiter scheint. Die große Hitze ist jetzt also wohl vorbei.

Mit Erstaunen registriere ich, dass die Schulkinder selbst am allerheißesten Tag kein Hitzefrei bekommen haben. Da habe ich morgens um 11 Uhr 30 bereits 30 Grad vor meinem Fenster gemessen, doch die Kinder bekamen kein Hitzefrei. In Berlin scheint es sowieso generell kein Hitzefrei mehr zu geben. Komisch, denke ich, jetzt haben wir die Klimaerwärmung und gerade da gibt es kein Hitzefrei mehr. Daran sind bestimmt die Linken schuld.

Und genau das scheint sogar zu stimmen. Die Begründung für den Wegfall des Hitzefrei muss man sich nämlich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Man befürchtet dadurch nämlich eine Spaltung der Klassen. Denn die einen könnten dann nach Hause gehen, weil die Eltern da sind oder sie sich selbst versorgen können, die anderen müssen hingegen in der Schule betreut werden.

Das wäre also in etwa so, als ob plötzlich alle Menschen gleich wenig Freizeit haben dürften, weil manche für sich eben wenig Freizeit haben. Oder alle Intelligente werden dumm gemacht, weil es eben auch Dödel gibt. Der Sozialismus wird bei uns somit über das Hitzefrei eingeführt. Also wirklich die Linken. Hitzefrei gibt es in Berlin nur für die genialen Flughafenplaner und Aufsichtsräte.

Hitzefrei hätten aber sicherlich auch gerne die Fußballprofis gehabt, diese vollkommen überschätzten Luschen, die ohnehin schon immer stöhnen, wenn sie einmal laufen müssen und dabei sogar schwitzen. Und die ICE-Wagen der Bahn natürlich auch. Die Jungs auf dem Bolzplatz spielen nämlich noch weiter, während die Herren Profis bereits Trinkpausen einlegen müssen. Vorbilder sind für mich daher auch viel eher die Kinder.

Also: Kann es wirklich sein, fragt mich das Mädchen, dass es in der Sonne mehr als 60 Grad warm gewesen ist? Wir erarbeiten es uns gemeinsam und ich bin plötzlich völlig begeistert: Kann man überhaupt in der Sonne Temperaturen messen? Das geht doch eigentlich nur im Schatten, denn wenn ich in der Sonne messen wollte, dann bekäme ich als Ergebnis nie die Temperatur der Luft, die ich ja messen will, sondern immer die der jeweiligen Aufheizung des Messgerätes.

Hier nun sind wir plötzlich in der Philosophie der Quantenmechanik angekommen, wo ebenfalls jede Beobachtung subjektiv ist und Messung und Messgerät stets nur gemeinsam als sogenanntes Quantenphänomen zugänglich sind. Die Temperatur in der Sonne zu messen, ist also ganz allgemein genauso unmöglich wie eine Beobachtung ohne Beobachter.

Man kann sich daher nur einer Hilfskonstruktion bedienen, nämlich auch die Temperatur in der Sonne wiederum im Schatten zu messen. Das ist dann die Illusion der Beobachtung ohne Beobachter. Aber das ist wohl jetzt zu schwierig, selbst bei diesen bereits etwas abgekühlten Temperaturen.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!

BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.

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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.

 

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