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Was wirklich bedrückt

Freitag, 17. August 2012 um 22:59

Von Bernd Niquet

Ich weiß nicht, ob heute noch viele Leute Zeitung lesen, doch eigentlich müsste das ja der Fall sein. Mich regt das stets auf, gerade, wenn ich dann die Dinge lese, von denen meine Tagesschau im Fernsehen nie berichtet. Geht ja auch nicht, weiß ich, doch das hilft letztlich nichts.

Ob Griechenland nun im Euro bleibt, ob Merkel ihren Führungsstil beibehält oder wer SPD-Kanzlerkandidat wird – meine Güte, was hat das mit meinem Leben zu tun? Doch dass ich dann, wenn ich das Haus verlasse, nicht mehr sicher bin, bedrückt mich schon.

Da werden am laufenden Band Busfahrer attackiert, die Menschen auf den Bahnhöfen umgerissen und getreten, und überall in der Stadt finden sich mehr zerschmetterte Bierflaschen. Wie sah eigentlich unsere Welt vor zwanzig oder dreißig Jahren aus? Gab es da so etwas auch schon?

Ich habe das Gefühl, in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren waren es die großen Auseinandersetzungen, um die sich das Leben gedreht hat. Als ich neulich über den Fehlalarm in der russischen Atomangriffsüberwachung Mitte der achtziger Jahre gelesen habe, ist mir ganz schlecht geworden. Da meldeten Satelliten einen Atomangriff der USA, was eigentlich das Auslösen eines Gegenangriffs zur Folge gehabt haben müsste.

Doch der verantwortliche russische Offizier hat sich anders entschieden. Weil er Unstimmigkeiten erkannt hatte. Nur durch dieses entschiedene Eintreten eines Einzelnen ist letztlich die nördliche Hemisphäre nicht zerstört worden. Er jedoch hat dadurch seinen Dienstgrad verloren. Weil er sich nicht an die Anweisungen gehalten hatte.

Und dann das Freikaufen der Häftlinge aus der ehemaligen DDR durch die Bundesrepublik, worüber jetzt gerade berichtet wurde. 34.000 Häftlinge wurden zwischen 1963 und 1989 freigekauft, zum „Stückpreis“ von durchschnittlich 95.847 DM, was weit über 1 Milliarde DM ausgemacht hat.

Doch welche geringe Summe. Heute kosten allein die Lärmschutzmaßnahmen bei den Anwohnern rund um den neuen Berliner Flughafen mehr als das Doppelte. Wenn denn von dort jemals geflogen wird.

Heute regiert uns also nicht mehr die große Bedrohung, dafür versuchen Schüler, ihre Schule anzuzünden. Doch was passiert? Meine Zeitung vermerkt: „Die türkischstämmigen Jugendlichen wurden nach einer ersten Befragung ihren Eltern übergeben.“ Na, das ist wirklich eine harte Strafe.

In derselben Nacht sind auch Polizisten, die bei einer Ruhestörung eingeschritten sind, verletzt worden. Wahrscheinlich dürfen die Täter daraufhin drei Tage keine Musik mehr hören. Oder sie bekommen ein Förderprogramm wie Griechenland.

Glücklicherweise hat mein zuverlässiger Zeitungsausträger derzeit Urlaub, so dass ich morgens keine Zeitung mehr bekomme. Seitdem geht es mir wesentlich besser. Zumindest morgens.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!

BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.

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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.

 

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