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Risiken bleiben

Donnerstag, 9. August 2012 um 13:17

Von Wolfgang Braun
Die Börse ist immer wieder für Überraschungen gut. Vor knapp zwei Wochen spitzte sich die Lage um die Krisenländer der Euro-Zone wieder einmal dramatisch zu, beim Dax sah es so aus, als würde er nach unten wegkippen. Nur wenige Handelstage später notiert der deutsche Leitindex rund 10 Prozent höher und knabbert an der Marke von 7.000 Punkten. Grund für die Trendwende sind die Aussagen von Mario Draghi, der sich mit seinem Bekenntnis zu einer bedingungslosen Stützung des Euro als gewiefter Taktiker erwiesen hat. Auf der jüngsten Sitzung der EZB hat der Notenbankchef seinen Worten nämlich keinerlei Taten folgen lassen. Draghi hat so die Anleihemärkte beruhigt und den Dax rund 600 Punkte in die Höhe gehievt – ohne auch nur einen Cent an Notenbankgeld in die Hand zu nehmen.

Dabei waren schon die Worte Draghis alles anders als überraschend. Die Notenbanken stützen die Märkte seit Ausbruch der Finanzkrise massiv. Dass die Hilfen jetzt eingestellt werden und so ein Zusammenbruch des Finanzsystems riskiert wird, ist kaum denkbar. Damit war auch absehbar, dass bei einer Zuspitzung der Lage an den Anleihemärkten beziehungsweise Ungemach von konjunktureller Seite die Notenbanken weiteres Geld zur Verfügung stellen. Ein Kurssturz wie im August des vergangenen Jahres wurde in der Aktien-Strategie daher auch mehrfach als unwahrscheinlich bezeichnet.

Hausse unwahrscheinlich

Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass es jetzt immer weiter aufwärts geht. Mit dem Gelddrucken lindern die Zentralbanken nur Symptome, die hohe Verschuldung wird nicht beseitigt. Während die Probleme in Europa in den Köpfen angekommen und erste Schritte dagegen unternommen sind, steht den USA dieser Prozess noch bevor. Die Vereinigten Staaten werden 2012 voraussichtlich das vierte Jahr in Folge eine Neuverschuldung von mehr als 1 Billion Dollar ausweisen. Im Verhältnis zum BIP entspricht das einer Neuverschuldung von rund 7 Prozent. Die Gesamtschuldenquote liegt bereits bei mehr als 100 Prozent. Auch die USA werden also an Sparprogrammen nicht vorbeikommen. Das wird die Wirtschaft und Unternehmen belasten. Dabei entwickelten sich schon im zweiten Quartal die Erlöse vieler Firmen schlecht. Für das dritte Quartal rechnen Analysten daher erstmals seit dem vierten Quartal 2009 wieder mit rückläufigen Gewinnen im S&P 500: Kein Umfeld für eine Hausse.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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