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Moderne Entwicklungen?

Freitag, 3. August 2012 um 22:38

Von Bernd Niquet

Anscheinend war ich in diesem Jahr zu lange im Urlaub, denn manches wäre beinahe schiefgegangen. So konnten Sie nach langen Jahren beispielsweise an dieser Stelle einmal keine frische Kolumne lesen, wofür ich mich entschuldigen möchte. Viel schlimmer ist jedoch: Vier Wochen Urlaub kann in Behörden-Deutschland heute eigentlich niemand mehr machen. Denn man droht dabei, wichtige Fristen zu versäumen. So ist mein Einkommensteuerbescheid dieses Mal anscheinend von einem Auszubildenden angefertigt worden, weshalb ich Einspruch einlegen musste, was jedoch durchaus knapp geworden ist. Es hat jedoch gerade noch gelangt, ansonsten wäre das ein teurer Urlaub geworden.

In Hinsicht auf das Geld konnte ich im Urlaub eine interessante Beobachtung machen. Normalerweise dachte ich ja, der Trend zum Giralgeld sei ungebrochen, denn überall kann man heute mit Kreditkarten und EC-Karte bezahlen, wohingegen Bargeld gar nicht mehr so gerne genommen wird. Es gibt jedoch ein Dorf, das sich dagegen sperrt. Wahrscheinlich ist es jedoch ein ganzes Land, nämlich unser schönes Nachbarland Österreich. Da hatte ich gerade meine Pension bar bezahlen müssen und wollte anschließend zur Tankstelle, doch überall auf dem Land gab es nur automatische Zapfsäulen. Na und, dachte ich, ich habe ja genug Karten.

Doch denkste, diese Zapfautomaten nahmen nur Geldscheine. Zum Glück hatte ich noch genug Benzin im Tank, mein Kopf wurde dadurch jedoch gut angekurbelt. Ist das etwa ein Zeichen? Beobachte ich hier eine neue Entwicklung? Und wenn ja, was könnte sie bedeuten? Silvio Gesells Schwundgeldtraum in später Erfüllung? Oder einfach ein verstärktes Sicherheitsdenken?

Noch ratloser war ich dann jedoch, als ich, zurück in Berlin, das Popfest meines Freundes Uwe Weigmann von Firestation Records besuchte und der wunderbaren Band The Proctors lauschte, die für diesen Abend die ebenso wundervolle Sängerin Lisa Bouvier dabei hatten. Und während ich mit meinem Bier so dastand und der engelsgleichen Gitarre lauschte, erblickte ich plötzlich etwas, was ich niemals mehr zu erblicken geglaubt hatte. Wann hatte ich so etwas zum letzten Mal gesehen? Vielleicht vor zwanzig, dreißig Jahren.

Aber es war tatsächlich wahr. Bei der Dame sah ich, ich bin immer noch beeindruckt, tatsächlich etwas Buschiges und Schwarzes unter den Armen. Diese Dame trug tatsächlich Haare unter den Achseln! Unglaublich. Und das in aller Öffentlichkeit. Verstohlen versuchte ich, das Ereignis abzulichten, wie die Rehe in Österreich, auf der Wiese, nur wenige Tage zuvor. Bei den Rehen war ich allerdings erfolgreicher. Doch egal.

Ist auch diese Beobachtung vielleicht ebenfalls bereits Teil eines neuen Trends? Bewegen wir uns möglicherweise tatsächlich wieder zur langfristigen Normalität zurück? Ich kann es kaum glauben, und ich bin auch kein besonders großer Freund von Haaren unter den Armen und an den Beinen, doch wäre da nicht die dumme Erinnerung an die Zahnärztin, die mich als Junge so gequält hat, dann würde mich das richtig wohlig an meine Jugendzeit erinnern. Und dahin zurückzukehren, wäre wirklich nicht schlecht.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!

BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.

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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.

 

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