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Endspiel

Donnerstag, 26. Juli 2012 um 13:08

Von Wolfgang Braun
Spätestens seit Beginn der Woche ist die Euro-Krise mit voller Wucht zurückgekehrt. Besonders eng wird es für Griechenland, wo die Gläubiger zunehmend Druck machen und keine frischen Gelder nachschießen wollen. Hier verdichten sich die Zeichen, dass das Land den Euro bald verlassen wird. Unter diesen Umständen halte ich die Kritik an Philip Rösler für überzogen. Er hatte sich sehr skeptisch zur Lage Griechenlands geäußert und damit das ausgesprochen, was an den Finanzmärkten ohnehin seit Monaten bekannt ist. Befremdlich finde ich die Forderungen von Oppositionspolitikern an Merkel, Rösler nach diesen Aussagen zu entlassen: Dürfen Politiker denn keine Wahrheiten mehr sagen! Dann Rösler auch noch die Gefährdung von deutschen Steuergeldern vorzuwerfen, ist unglaublich: SPD und Grüne fordern seit langem die Einführung von Euro-Bonds. Damit würde sich die Haftung Deutschland auf einige Billionen Euro vervielfachen – der fast sichere Ruin für das Land.

Ansteckungsgefahr

Wahrscheinlich hat der FDP-Chef sogar recht: Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hat längst seinen Schrecken verloren. Seit rund zwei Jahren ist die prekäre Lage Athens bekannt. Banken und andere Geldgeber hatten ausreichend Zeit, ihre Engagements zurückzufahren, so dass eine Pleite des vergleichsweise kleinen Landes ohne größere Verwerfungen zu schultern sein sollte. Innerhalb des Euro sind die Hellenen ohnehin nicht sanierbar, so dass mit dem Währungsabschied sogar ein Klotz vom Bein der Euro-Zone abfallen würde. Kritisch ist dagegen die Ansteckungsgefahr zu sehen: Bei einem Ausstieg Griechenlands würden wohl schnell Spekulationen losgehen, welches der nächste Wackelkandidat ist. In Spanien haben die Anleihezinsen die kritische Marke von 7 Prozent inzwischen deutlich überschritten, in Italien nähern sie sich dieser Marke zügig an. Beide Länder zusammen würden die diversen Rettungsschirme definitiv sprengen.

Letzter Ausweg

Im Endspiel um den Euro gibt es aber noch einen spitzen Pfeil im Köcher: die EZB. Es wurden bereits Forderungen laut, dass die Notenbank ihr Anleihekaufprogramm wieder aufnehmen soll. Spitzt sich die Lage zu, ist damit zu rechnen, dass die Mannen um Mario Draghi zu Hilfe eilen. Und im Gegensatz zum ESM stehen der EZB prinzipiell unbegrenzt Mittel zur Verfügung, um die Anleiherenditen auf einem gewünschten Niveau zu halten.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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