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Von der Psychologie lernen

Donnerstag, 19. Juli 2012 um 13:55

Von Wolfgang Braun
Wer einmal ein Fehlinvestment getätigt hat, kennt das Dilemma. Es fällt schwer, die Verluste zu realisieren. Stattdessen hofft man, dass das Anlageobjekt die Trendwende schon schaffen wird und man zumindest wieder den Einstiegskurs sieht. Um überhaupt nicht in dieses Dilemma zu kommen, rät die Börsenpsychologie dazu, Barrieren zu setzen, bei denen der Verkauf automatisch erfolgt (etwa über Stopp-Kurse). Aber es fällt nicht immer leicht, diesem Rat zu folgen: Denn je höher die Verluste, desto größer der Schmerz beim Verkauf. Daher sitzen viele Anleger die Fehlinvestitionen einfach aus, weshalb sich in manchem Depot noch Leichen aus den Zeiten des Neuen Markts befinden. Statt mit neuen Anlageideen sein Portfolio auf Vordermann zu bringen, hält man an den „Luschen“ von gestern fest – es kommt zum lähmenden Stillstand.

Lehre für den Euro

Auch beim Euro haben sich die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt. Die gemeinsame Währung sollte steigenden Wohlstand für den Kontinent und eine zunehmende politische Einigung bringen. Stattdessen versinkt die Südschiene im Chaos: Ohne Geldspritzen ist inzwischen selbst Spanien nicht mehr solvent. Auf der politischen Bühne ist ein Kampf ums Geld entbrannt: Die Krisenländer fordern immer weitere Hilfen, die Geberländer sehen ihre Belastungsgrenze erreicht. Während in Deutschland über die „faulen Südländer“ gelästert wird, verbrennen die Griechen deutsche Flaggen.

Berechnungen zufolge steht für Deutschland bei der Rettung der gemeinsamen Währung mehr als 1 Billion Euro auf dem Spiel. Der hohe Einsatz erklärt, warum Politiker nicht gewillt sind, einen Schlussstrich zu ziehen: Verluste schmerzen nun einmal und lassen sich der Bevölkerung nur schwer vermitteln. Und so werden immer neue Rettungspakete geschnürt, die nur Symptome lindern, nicht aber die Ursachen (mangelnde Leistungsfähigkeit der Krisenländer) bekämpfen. Deutschland wäre gut beraten, den eigenen Austritt aus dem Euro ins Spiel zu bringen (ähnlich wie Finnland). Das wäre kurzfristig zwar schmerzhaft, mit eigenen Währungen könnten die Ungleichgewichte zwischen den Ländern aber beseitigt werden. Anleger, die schon einmal eine Verlustposition verkauft haben, wissen, welche Last von einem abfällt, wenn die Reißleine erst einmal gezogen ist. Und Deutschland war auch ohne den Euro wirtschaftlich sehr erfolgreich.

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Aktien-Strategie“. Weitere Informationen zum Börsenbrief finden sie hier.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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