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Was man wohl einmal sagen wird?

Freitag, 6. Juli 2012 um 22:44

Von Bernd Niquet

Wie Sie wissen, oder wie die meisten von Ihnen nicht wissen, bin ich bei meinen Buchprojekten derzeit meistens am Thema „Erinnern“ dran. Mit Überraschung, Faszination, teilweise aber auch Bestürzung wird mir heute klar, wie sehr die Erinnerungen oft trügen.

Da hat man ganz feste Bilder und Szenarien im Kopf, wie manches abgelaufen ist, doch wenn man dann die Quellen sichtet, merkt man: Das kann alles gar nicht stimmen. Das ist nicht so gewesen. Das kann gar nicht so gewesen sein.

Wie wird es daher einmal sein, wenn unsere Staatsfinanzen und unser gesamtes Finanzsystem irgendwann wirklich am Ende sind, frage ich mich manchmal. Der normale Bürger weiß ja schon heute, dass es so auf Dauer nicht weitergehen kann. Die Politiker erzählen freilich völlig anderes. Bisher haben sie auch Recht damit gehabt. Doch wird das immer so bleiben?

Der entscheidende Unterschied zwischen dem normalen Bürger und dem Politiker scheint mir in dieser Hinsicht zu sein, dass jeder Mensch Zeit seines Lebens für sich selbst und sein Leben verantwortlich ist, der Politiker jedoch für sein Aufgabengebiet immer nur auf Zeit Verantwortung trägt.

Und: Wir sind gleichsam bei Null geboren und können uns im Normalfall nicht auf vorherige Ereignisse berufen. Natürlich haben wir bestimmte Karten bekommen, mit denen wir spielen müssen, das können gute oder schlechte Karten sein, doch wir sind jeweils für unsere Aktionen verantwortlich.

Das ist beim Politiker gänzlich anders. Er hat stets das Erbe der Vorgängerregierung übernommen, und der Vorgänger hat es vom Vorvorgänger übernommen – und damit wird auch die Antwort glasklar, die die Politiker einmal geben werden, wenn es knallt.

Sie wird lauten: Wir können nichts dafür. Wir haben den Karren erst übernommen, als er schon im Dreck steckte. Wir haben nur unser Bestes versucht, doch wir hatten keine Chance mehr. Die entscheidenden Fehler wurden vorher gemacht.

So wird das einmal ablaufen.

Und das ist die Schattenseite der „Macht auf Zeit“. Gut ist, dass jede Regierung abgewählt werden kann, schlecht ist jedoch, dass so niemand einmal für irgendetwas irgendeine Verantwortung tragen wird. Es wird immer etwas anderes oder jemand anderes schuld sein.

Wobei sich die Frage stellt, ob die Schuldfrage tatsächlich einmal wichtig sein wird, wenn unser System implodiert? Das hilft dann eigentlich auch nicht mehr weiter. Und noch entscheidender: Hat eigentlich jemals eine Regierung tatsächlich freie Hand gehabt und die Chance, unabhängig zu handeln?

Wir sind doch politisch so eingebunden in sonstwas noch für Verantwortungen und Organisationen, so dass jeder Gedanken an freie Entscheidungen eigentlich nur eine Fata Morgana darstellt. Und wo es keine freien Entscheidungen gibt, kann man auch kaum Vorwürfe machen.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.

***********************UND VERGESSEN SIE NIE: DIE WIRKLICHE WAHRHEIT LIEGT IMMER JENSEITS DES GELDES !!!

BUCH-NEUERSCHEINUNG: Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes“, Leipzig 2011, 506 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-86268-408-3.

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Das Geld hat den Menschen aus langen historischen Abhängigkeiten befreit. Wer heute etwas haben möchte, bezahlt mit Geld und muss keine anderweitigen Gegenleistungen mehr anbieten. Die meisten Bereiche unseres Lebens liegen allerdings jenseits des Geldes. Wie steht es jedoch jenseits des Geldes mit der Freiheit? Bernd Niquet verfolgt den Lebensweg einer Gruppe von Menschen und stellt fest, dass selbst der Wegfall materieller Restriktionen uns nicht von unseren alten Fesseln befreit. Im Gegenteil, die Vergangenheit bestimmt weit stärker über uns als die gesamte Geldsphäre das je vermag.

 

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