(Instock) Ben Bernanke verdarb die Stimmung. Vor dem Bankenausschuß des Senates räumte der US-Notenbankchef ein, daß man hinsichtlich der künftigen konjunkturellen Entwicklung im Nebel stochere. Die Zinsen würden deshalb niedrig bleiben, zudem sei die Notenbank für weitere konjunkturelle Stützungsmaßnahmen bereit. Der Dow Jones-Index büßte zuletzt 109 Zähler oder 1,1 Prozent auf 10.120 Punkte, der S&P 500 14 Zähler oder 1,3 Prozent auf 1.069 Punkte ein. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite-Index 35 Zähler oder 1,6 Prozent auf 2.187 Punkte nach.
Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Staatsanleihe sank auf 2,89 Prozent (- 4 Stellen), die der 30-jährigen auf 3,90 Prozent (- 6 Stellen). Am Devisenmarkt notierte der Euro mit 1,2772 Dollar. Eine Feinunze Gold kostete 1.185 Dollar.
Im Blickpunkt
Coca-Cola (+ 1,6 Prozent auf 54,08 Dollar) steigerte den Überschuß im zweiten Quartal von 2,05 auf 2,38 Milliarden Dollar beziehungsweise von 0,88 auf 1,02 Dollar je Aktie. Vor Sonderposten übertraf der Gewinn je Aktie mit 1,06 Dollar die Prognose von 1,03 Dollar. Der Umsatz zog von 8,27 auf 8,67 Milliarden Dollar an. Experten waren von 8,7 Milliarden Dollar ausgegangen.
Im zweiten Quartal erzielte Morgan Stanley (+ 6,3 Prozent auf 26,80 Dollar) 1,58 Milliarden Dollar Gewinn. Zwölf Monate zuvor mußte die Bank noch 1,26 Milliarden Dollar Verlust ausweisen. Das Ergebnis je Aktie legte von minus 1,10 auf plus 1,09 Dollar zu. Analysten hatten im Vorfeld 0,74 Dollar Gewinn je Aktie erwartet. Der Nettoumsatz zog von 5,2 auf 7,95 Milliarden Dollar an.
Der Gewinn von Wells Fargo (+ 0,6 Prozent auf 26,06 Dollar) sank im zweiten Quartal von 3,17 auf 3,06 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie von 57 auf 55 Cents. Experten hatten einen Rückgang auf 48 Cents je Aktie befürchtet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz wie erwartet von 22,51 auf 21,39 Milliarden Dollar.
Dank iPod, iPhone, iPad & Co sprudeln die Gewinne bei Apple (+ 0,9 Prozent auf 254,24 Dollar). Im dritten Geschäftsquartal verdiente die Kultfirma 3,25 Milliarden Dollar – in der Vorjahresperiode waren es „nur“ 1,83 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie kletterte von 2,01 auf 3,51 Dollar, der Umsatz von 9,73 auf 15,70 Milliarden Dollar. Marktbeobachter hatten mit 14,8 Milliarden Dollar Umsatz und 3,11 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet. Während der iPod-Absatz von 10,2 auf 9,4 Millionen Geräte schrumpfte, kletterte der Absatz des iPhone von 5,2 auf 8,4 Millionen. Vom iPad wurden knapp 3,3 Millionen Geräte verkauft. Im Schlußquartal will Apple 18 Milliarden Dollar umsetzen und je Aktie 3,44 Dollar verdienen. Experten prognostizieren bisher 17 Milliarden Dollar Umsatz und 3,82 Dollar Gewinn je Aktie.
Yahoo (- 8,5 Prozent auf 13,91 Dollar) erhöhte den Gewinn im zweiten Quartal von 143 auf 216,1 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie legte von 10 auf 15 Cents zu, vor Sonderposten von 10 auf 16 Cents. Analysten hatten 14 Cents prognostiziert. Der Umsatz stieg dagegen nur leicht von 1,57 auf 1,6 Milliarden Dollar. Ohne Berücksichtigung von Provisionszahlungen stagnierte der Umsatz bei 1,13 Milliarden Dollar. Prognose: 1,16 Milliarden Dollar. Im laufenden Quartal will der kalifornische Internet-Dienstleister 1,57 bis 1,65 Milliarden Dollar umsetzen. Citigroup stufte die Aktie von „kaufen“ auf „halten“ ab.
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