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Merkelsozialisten im Rausch der Unterstützeritis

Donnerstag, 15. September 2022 um 08:10

Von Bernd Niquet

Es ist erstaunlich, ich kann mich drehen und wenden, wie ich will, ich komme immer wieder auf die gleichen historischen Analogien. Die Muster sind einfach zu prägnant und uns in der Schule eingetrichtert worden wie nichts anderes.

Damals dominierten die Nationalsozialisten und heute nun die Merkelsozialisten. Und genau wie damals die Entnazifizierung letztlich gescheitert ist, scheitert heute auch die Entmerkelisierung.

Denn so wie damals hat ja auch heute niemand Schuld an der augenblicklichen Situation. Dass man dem Diktator Putin wie weiland dem anderen Diktator gehuldigt hat – vergessen.

Jeder hat doch nur das getan, was ihm aufgetragen wurde, zum Wohle unseres Landes. Warum sollte daher heute jemand zurücktreten?

Frau Schwesig nicht und unser Bundespräsident natürlich auch nicht. Sie alle tragen keinerlei Schuld. Und deswegen schmeißen sie sich jetzt auch den Alliierten an den Hals und ergehen sich ganz im Rausch der Unterstützeritis.

Jeder, der leidet, muss heute vom Staat unterstützt werden. Und da jeder unter der aktuellen Situation leidet, muss auch jeder unterstützt werden. Geld ist schließlich genug da. 100 Milliarden hier und 100 Milliarden dort, es spielt doch alles keine Rolle, Hauptsache Unterstützung.

Es darf kein einziges Brötchen im Lande verloren gehen und ununterstützt ungebacken bleiben. Der Staat muss das alles regeln, schließlich sind die Merkelsozialisten ja Sozialisten.

Von der CDU über die SPD, FDP, die Grünen und die Linken sind sie heute alle gleich. Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch die Not, zu unterstützen, und die Lösung, die Sozialisten, die christlichen Sozialisten, die sozialen Sozialisten, die freien Sozialisten, die grünen Sozialisten und die linken Sozialisten.

Bis auf die AfD natürlich. Die hat ein anderes Konzept, nämlich die Steuern zu senken und die Selbstinitiative zu fördern. Doch die sind natürlich Faschisten und keine Merkelsozialisten, sondern Nationalsozialisten. Und denen darf man kein Wort glauben. Es sind die Unberührbaren.

Donald Trump hat damals deutliche Worte gesagt, dass es gefährlich sei, sich in eine komplette Abhängigkeit von Russland zu begeben. Doch Trump war ja ein Idiot, er war in der ARD ein Idiot, im ZDF ein Idiot, im Spiegel ein Idiot und in allen anderen großen Medien auch ein Idiot.

Dennoch hat er Recht behalten. Doch daran kann sich natürlich heute keiner mehr erinnern. Das Einzige, an das man sich erinnern kann, ist daran, keine Schuld an der jetzigen Situation zu haben. Bis auf den Kanzler, der kann sich selbst daran nicht mehr erinnern.

Und es gibt natürlich auch noch einen wichtigen Unterschied zwischen den Nationalsozialisten früher und den Merkelsozialisten von heute. Die Nationalsozialisten mussten die Vertreter der freien Presse noch in Konzentrationslager stecken.

Das ist heute jedoch nicht mehr nötig, denn die gesamte Journalistenschar sind heute ja selbst Merkelsozialisten. Sie haben wie die Ferkel der Merkel aus der Hand gefressen und haben sich seitdem nicht weiterentwickelt. Warum auch?

Der Merkelsozialismus ist doch das beste System der Welt. Denn hier kann die Politik ruhig Fehler machen, weil sie anschließend diese Fehler den Bürgern gegenüber mit dem Geld der Bürger zuschüttet. Es lebe die Unterstützeritis.

Und dass trotzdem viele pleite gehen, das ist eben so. Jeder heldenhafte Kampf fordert seine Opfer.

Ich habe mir auf jeden Fall nach einem Ölradiator jetzt auch noch eine batteriebetriebene Schreibtischleuchte gekauft, um im Winter auch bei Blackouts arbeiten zu können. Mein PC ist ja ohnehin immer aufgeladen.

Und das Essen in der Tiefkühltruhe werde ich jetzt sukzessive verbrauchen, um diese dann im Winter leer zu haben. Denn es ist mir lieber, ein Ungläubiger, ein Faschist und ein Nationalsozialist zu sein als Lebensmittel wegzuschmeißen und zwangsweise auf das Arbeiten zu verzichten.

Wenn man schon ein Ferkel schlachtet, dann muss man es auch in Gänze verarbeiten und verbrauchen. Ansonsten wäre das eine Sünde.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. SIEBENTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2021, 635 Seiten, 22 Euro

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In Kleists Drama "Penthesilea" geht es um den Konflikt zwischen einem gefühlsintensiven Individuum und der gesellschaftlichen Ordnung, die diesen Gefühlen entgegensteht. Penthesilea, die Königin der Amazonen, erobert im Kampf Männer, um sie zur Zeugung neuer Kriegerinnen mitzunehmen. Nach vollzogenem Zeugungsakt entlässt sie die Männer wieder in die Freiheit. Nur ihrem Geliebten stellt sie nach, was diesen letztlich sein Leben kostet. Kann es sein, dass ich in meinem Leben mehrmals nur haarscharf an vielem aus dieser Tragödie vorbeigeschrappt bin? Und dann ist ja auch noch Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist nur unweit meiner Wohnung freiwillig aus dem Leben geschieden.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am wunderschönen grünen Rand seiner ansonsten mittlerweile ungeliebten Heimat Berlin. Die vorangegangenen sechs Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019 und 2020.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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