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Ob das die Grünen sogar freut?

Freitag, 2. September 2022 um 08:32

Von Bernd Niquet

Natürlich wirken die Grünen jetzt betroffen angesichts der gegenwärtigen Energiekrise. Und unser Wirtschaftsminister springt im Quadrat, doch ist er so aufrecht, wie er sich gibt?

Ich kann mich jedenfalls bei allem, was ich so beobachte, nicht von dem Glauben freimachen, dass die Grünen die jetzige Krise auch mit einem lachenden Auge sehen. Denn wann konnte man je besser den Menschen eintrichtern, dass das Energiesparen die wichtigste aller Bürgerpflichten ist als jetzt?

Im Grunde ihres Herzens freuen die sich doch jetzt über die Knappheit. Und überall im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und den großen Zeitungen haben sie ihre Leute plaziert, die uns mit den ewiggleichen Filmchen bombardieren, wie in einer Wohnung der Heizungsregler von Stufe 5 auf Stufe 1 heruntergestellt wird.

Das dickste Ding ist allerdings das hier: Wissen Sie eigentlich wie unser Strommarkt organisiert ist und was die Merit-Oder ist? In den Medien wird ja kaum darüber berichtet, kein Wunder, siehe oben.

Also: Bei der Stromeinspeisung werden zuerst die günstigsten Energien genommen und am Schluss die teuersten. Der Strompreis richtet sich jedoch stets nach der letzten Einheit, also dem teuersten Stromerzeuger. Das ist das Gas.

Somit werden die Anbieter von Windkraft und Solarenergie, die derzeit am günstigsten sind und kaum variable Kosten haben, zu Gaspreisen in Höhe von 600 bis 1.000 Euro pro Megawattstunde entlohnt.

Was für ein seltsamer Zufall, dass das genau die Klientel der Grünen ist. Und dass die Milliarden dort umso fetter fließen, je höher die Verknappung von Atomstrom, Braunkohle und Gas. Denn genau das ist ja das Produkt der grünen Politik. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ich habe lange gebraucht, um überhaupt zu verstehen, welches Spiel hier gespielt wird. Und jetzt frage ich mich, warum man diese Situation nicht längst verändert hat. Denn die wirklichen Übergewinne fallen ja nicht bei den Ölmultis an, sondern bei der grünen Klientel.

Hat Robert Habeck das nicht begriffen oder wollte er das nicht tun? Und ist das Herunterfahren der konventionellen Energien der Ideologie geschuldet, dass die regenerativen Energien es schon machen werden? Oder steckt hier eine Methode der Bereicherung dahinter?

Andreas Scheuer von der CSU blickt auf jeden Fall mehr durch und sagt, wenn der Abrechnungsmodus im Strommarkt geändert werden würde, könnte der Strompreis 50 Prozent niedriger liegen. Warum ist das nicht längst passiert? Und warum weiß von alldem niemand so recht etwas?

Doch die Grünen ziehen eisenhart ihre Linie durch und haben in ihrem Wahn alle großen Kapazitäten heruntergefahren. Und jetzt sind Kohle und Gas nur noch zu einem Vielfachen des Preises vom Anfang des Ukraine-Krieges zu bekommen. Wie gut hätten wir da vorsorgen können.

Dabei weiß doch jeder, der kein verblendeter Ideologe ist, dass man keinen Industriestandort wie die Bundesrepublik Deutschland mit Wind- und Sonnenenergie führen kann.

Unsere Außenministerin hat am vergangenen Wochenende sogar gesagt, die Abkehr vom Atomausstieg sei Irrsinn. Dieser Satz lässt wirklich tief blicken in das deutsche Wesen, denn keine Partei ist so typisch deutsch wie die Grünen.

Wie lange und wie oft ist schließlich Deutschland von der Philosophie des Idealismus geführt worden und musste dann seine Sonderwege gehen, die allesamt Irrwege waren.

So wie heute auch. Schließlich ist Deutschland das einzige Land auf der Welt, das aus der Atomkraft aussteigt. Kein zweites Land auf der Welt tut das.

Nach Baerbocks Logik müssen daher alle anderen Länder der Welt irrsinnig sein. Hat das nicht schon einmal ein Führer unseres Landes gesagt?

Doch was ist, wenn jetzt tatsächlich der befürchtete Wutwinter kommt? Dazu sind zwar bereits Orwellsche Gesetze erlassen worden, um wie früher im Ostblock Massendemonstrationen zu verhindern, doch was ist, wenn die Menschen anfangen würden, gegen die eigene Infrastruktur zu handeln?

Ich denke da an das Konzept des Flashmobs. Wenn Verabredungen stattfinden, in bestimmten Bereichen des Landes zu einer bestimmten Zeit den Stromverbrauch so hoch zu fahren wie nur irgend möglich?

Dann wird das ohnehin bereits schwache Netz sicherlich sofort einknicken, wenn plötzlich alle Leute ihre Heizlüfter, Ölradiatoren, Fernseher, Computer und Föhngeräte einschalten.

Vielleicht hätte das dann aber auch sein Gutes? Denn vielleicht könnte unser Land sich dadurch von seinen Ideologen befreien? Wahrscheinlich wird jedoch genau das Gegenteil passieren.

Dann wird George Orwell zum Mann des Jahres und wir schwenken ein auf Lukaschenkos Weg. Putins geht ja nicht. Das wäre zu offensichtlich.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. SIEBENTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2021, 635 Seiten, 22 Euro

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In Kleists Drama "Penthesilea" geht es um den Konflikt zwischen einem gefühlsintensiven Individuum und der gesellschaftlichen Ordnung, die diesen Gefühlen entgegensteht. Penthesilea, die Königin der Amazonen, erobert im Kampf Männer, um sie zur Zeugung neuer Kriegerinnen mitzunehmen. Nach vollzogenem Zeugungsakt entlässt sie die Männer wieder in die Freiheit. Nur ihrem Geliebten stellt sie nach, was diesen letztlich sein Leben kostet. Kann es sein, dass ich in meinem Leben mehrmals nur haarscharf an vielem aus dieser Tragödie vorbeigeschrappt bin? Und dann ist ja auch noch Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist nur unweit meiner Wohnung freiwillig aus dem Leben geschieden.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am wunderschönen grünen Rand seiner ansonsten mittlerweile ungeliebten Heimat Berlin. Die vorangegangenen sechs Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019 und 2020.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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