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Was ich nicht verstehe

Donnerstag, 2. April 2020 um 13:18

Von Bernd Niquet

Lockerungen der gegenwärtigen Corona-Maßnahmen wird es erst geben, so heißt es, wenn die Zahl der gemessenen Neuinfektionen deutlich zurückgehen. Doch wie soll das denn passieren, wenn die Anzahl der Tests immer stärker ausgeweitet wird?

Ich finde, auch in dieser Krise ist es genau wie in den anderen davor. Das wirklich Wichtige wird höchstens am Rand angesprochen, meistens jedoch gar nicht.

Der geniale Dan Bejar beendet das neue Album seiner Band „Destroyer“ mit den Worten: „It ain´t easy being a baby like me.“

Ich finde, das trifft es. Nur Kleinkinder stellen die richtigen Fragen, Erwachsene sind dazu in der Regel zu dämlich. Lassen Sie mich daher heute Ihr Baby sein.

Nehmen wir einen Teich voller Kaulquappen. Am ersten Tag halte ich den Köcher einmal herein und entleere die gefangenen Kaulquappen in mein Wasserglas. Wenn ich jetzt an den Folgetagen immer öfter den Köcher hereinhalte, bringe ich jeden Tag ein volleres Glas nach Hause.

Würde ich jetzt jedoch schließen, dass sich die Kaulquappen im Teich zwischenzeitlich so stark vermehrt haben? Nee, so denken kleine Jungs nicht.

Ich glaube, wenn wir uns ein wirkliches Bild über die Ausbreitung des Coronavirus machen wollen, müssen wir Stichproben erheben wie bei Wahlumfragen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Ich verstehe jedoch, dass wir uns momentan noch behelfen müssen.

Was ich hingegen absolut nicht verstehe und worüber ich auch noch nie ein Wort gehört oder gelesen habe, ist, wie es denn danach weitergehen soll? Da passt nämlich alles absolut nicht zusammen.

Einerseits sagt man, dass wir, weil wir (noch) keinen Impfstoff besitzen, eine Quote von 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung benötigen, die diese Infektion durchgemacht haben.

Okay. Doch wenn dann aber bereits 5.000 Neuinfektionen wie jetzt unser Gesundheitssystem an die Grenze bringt, wie sollen wir dann dieses Ziel jemals erreichen?

Um nämlich 50 Millionen Menschen infiziert zu bekommen, die Anzahl der Neuinfizierungen pro Tag von 5.000 dabei jedoch nicht zu überschreiten, benötigte man 10.000 Tage. Das sind mehr als 27 Jahre.

Ich sehe drei Möglichkeiten, wie wir aus dieser Klemme gedanklich und hoffentlich auch tatsächlich herauskommen:

Erstens, die Zahlen, die wir jetzt haben, treffen die Realität nicht einmal annähernd.

Zweitens, es sagt endlich einmal einer der dummen Erwachsenen im Fernsehen etwas darüber.

Und drittens, am besten lassen wir uns alle unsere Atemmasken gleich anwachsen.

 

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein n e u e s Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. FÜNFTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2019, 624 Seiten, 22 Euro

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de

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Bernd Niquet und die Flüchtlingskrise. Die Geschichte von Bernd Niquet ist mittlerweile in den Jahren 2015 und 2016 angekommen. Das ist die Zeit des massenhaften und ungehinderten Zustroms von Flüchtlingen nach Deutschland. Die Hauptfigur der Ereignisse muss jetzt nicht mehr wie vorher nur die Lasten seines eigenen Lebens und seiner familiären Verhältnisse schultern, sondern sieht sich darüber hinaus gezwungen, aus sich selbst herauszutreten und sich ganz grundsätzliche weiterführende Gedanken zu machen.

»Immer, wenn die große Mittelmacht auf dem europäischen Kontinent verrückt spielt, resultieren daraus immense Verwerfungen. Wird der wirtschaftlichen Nord-Süd-Teilung zur Eurorettung jetzt auch noch eine kulturelle Ost-West-Spaltung zur Flüchtlingsrettung hinzugefügt? Denn das hieße ja nichts anderes als die bildliche Kreuzigung unseres Kontinents.«

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und lebt trotz seines Umzugs im vergangenen Jahr weiterhin im selben ruhigen Außenbezirk von Berlin. Die ersten vier Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen, und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 und 2018.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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