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Was für ein Preisverfall

Donnerstag, 22. November 2018 um 13:19

Von Bernd Niquet

An den Börsen geht es derzeit ja ziemlich hin und her, doch so richtig gut schaut es nicht aus. Doch wird es dramatische Kurseinbrüche geben? Ich weiß es nicht, ich denke aber eher nicht.

Dabei kehren wir ja langsam wieder in die Normalzeit vor den Nullzinsen zurück. Und auch die Inflation zeigt plötzlich einen neuen noch sehr zarten Trieb.

Andere Dinge werden hingegen immer billiger, wie beispielsweise alles, was mit Computern zu tun hat, was jedoch ausschließlich dem technischen Fortschritt geschuldet ist.

In dieser Woche ist mir jedoch etwas völlig anderes begegnet, das so radikal im Preis gefallen ist, wie ich es noch nie erlebt habe. Und das in Berlin und bei einem Preis, den der Senat in Berlin festsetzt, der doch eigentlich stets klamm bei den Finanzen ist.

Andererseits will Berlin aber auch die kostenlose Stadt werden. Ich dachte jedoch, das würde eher die Kitas betreffen als die Toten. Doch dem ist anscheinend nicht so.

Im nächsten Jahr muss ich eine Grabstelle auf dem Friedhof verlängern, drei Gräber, und da hatte ich schon durchaus Muffen vor. Denn als ich das beim letzten Mal gemacht habe, vor 19 Jahren, da hat die Verlängerung für 20 Jahre doch tatsächlich 11.280 DM gekostet, was 5.767 Euro ausmacht. Wahrlich kein Pappenstil.

Als ich jetzt jedoch nach den Gebühren anfrage, haut es mich fast um. Mich hatte allerdings der Friedhofsgärtner schon darauf hingewiesen, dass die Preise hier abgerutscht seien. Doch dass es so extrem wird, hätte ich nie gedacht.

Den die neue Verlängerung für 20 Jahre kostet jetzt nur noch 534 Euro. Und zwar tatsächlich für 20 Jahre, Irrtum ausgeschlossen. Dieser administrative Preis hat sich also binnen 20 Jahre mehr als gezehntelt.

Wie kommt es dazu? Haben wir so wenig Tote? Das kann es bestimmt nicht sein, denn jetzt kommt doch langsam für die Babyboomer das Ende. Außerdem: Braucht das Land Berlin nicht dringend Bauland? Warum daher die Kosten nicht hier genauso wie die Mieten steigen lassen?

Vielleicht bestatten die Menschen heute ihre Lieben auch lieber im Internet. Oder im Wald und auf hoher See. Bestimmt hat auch niemand mehr Lust, Gräber zu pflegen, weshalb überproportional viele Gräber aufgegeben werden.

Doch was wird mit einer Gesellschaft, die das Trauern verlernt hat? Die den Tod negiert und wegschiebt? Vielleicht muss die sich ja bald selbst beerdigen. Das jedoch wird dann richtig teuer.

Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet

 

******* Von Bernd Niquet ist ein neues Buch erschienen *******

Bernd Niquet, „Jenseits des Geldes. VIERTER TEIL“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2018, 618 Seiten, 18 Euro

Am besten portofrei direkt beim Verlag bestellen: www.engelsdorfer-verlag.de

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Bernd Niquet erzählt darin die Geschichte vom ungewöhnlichen Leben seines Protagonisten weiter. Auch dieses Mal geht es um die grundlegende Frage, an der der Autor seit mittlerweile drei Jahrzehnten arbeitet, nämlich wie sich das Leben und die Reflexionen darüber im Zeitablauf entwickeln und verändern. Und wie bei jeder echten Entwicklungsgeschichte, so ist auch hier kein Ende absehbar. Die ersten drei Bände von »Jenseits des Geldes« sind in den Jahren 2011 bis 2013 im Engelsdorfer Verlag erschienen, und die nächsten drei Teile existieren bereits in Rohform und werden vom Einbruch der Flüchtlingskrise in die abgeschottete Welt, von anwachsenden Auseinandersetzungen sowie einem niemals für möglich gehaltenen Zerwürfnis handeln.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

 

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