Von Bernd Niquet
Griechenland wird gerettet, darüber gibt es wohl keine Zweifel. Wer heute sein Geld nicht in Aktien anlegen will, sollte über dieses Thema nachdenken. Festgeld bringt derzeit 0,25 bis 0,6 Prozent p.a., mit 10 bis 15-jährigen Griechenland-Anleihen erzielt man knapp 7 Prozent im Jahr. Die Griechen sind damit die letzten Zins-Mohikaner im Euro-Raum. Überall sonst ist nichts mehr zu holen.
Auch super langlaufende Bundesanleihen zeigen bei der Rendite nur eine 3 vor dem Komma, selbst meine Ukraine-Anleihe (4,95 Prozent nominal bis 2015), die ich in der Finanzkrise für weniger als 50 Prozent des Nennwertes gekauft habe, ist auch knapp 90 Prozent gestiegen und rentiert damit kaum mehr höher als Griechenland.
Wie hatte Ingo Insterburg Anfang der 70er Jahre so schön gesungen: „Ich liebte ein Mädchen in Griechenland, das die Liebe nur im Kriechen fand.“ Auch heute scheint sich daran wenig geändert zu haben.
Anregungen oder Kritik bitte an Bernd Niquet.
+++++++ AUCH 2010 NOCH FRISCH +++++++
Bernd Niquet, TAUPUNKTE, Erzählung, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2009, 133 Seiten, 9,95 Euro. ISBN 3-86901-434-2.
Das neue Buch von Bernd Niquet bezieht sich nicht direkt auf die Börse und die Finanzen, sondern packt den Menschen in seiner Gesamtheit. Wie wäre es, fragt er, wenn man plötzlich ganz neu in unsere Welt hinein träte, ohne jede Historie in ihr zu besitzen? Wie würde man die Welt dann wahrnehmen? Und mit wem hätte man Umgang?
Auf jeden Fall stünde man wohl ziemlich alleine da, schwämme gegen den Strom und bewegte sich gegen den Strich – ganz so also, wie es auch dem erfolgreichen antizyklisch orientierten Anleger geht.
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