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Mehr nachhaltige Investments

Freitag, 3. Oktober 2008 um 12:44

(Forum Nachhaltige Geldanlagen) Das Volumen nachhaltiger Investments bei deutschen, österreichischen und schweizerischen Finanzdienstleistern ist im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent gewachsen, ergab eine Studie des Forums Nachhaltige Geldanlagen. Insgesamt summierte sich das Volumen Ende 2007 auf 33,2 Milliarden Euro. Das Volumen der bei deutschen Finanzdienstleistern verwalteten nachhaltigen Anlagen betrug Ende 2007 11,1 Milliarden Euro. Davon sind rund 5 Milliarden Euro in Mandate (inklusive Spezialfonds) investiert und 4,3 Milliarden Euro in nachhaltige Publikumsfonds. Andere Finanzprodukte, wie etwa Zertifikate, Exchange Traded Funds (ETF) und Hedge Fonds machen rund 1,8 Milliarden Euro aus. Insgesamt verzeichnete das Volumen nachhaltiger Anlagen in Deutschland ein Plus von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In der Schweiz stieg das Volumen nachhaltiger Geldanlagen um 71 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Davon sind rund 11,6 Milliarden Euro in nachhaltige Publikumsfonds und etwa 8,6 Milliarden Euro in Mandate investiert. Erstmals stellten private Anleger mehr als die Hälfte der nachhaltigen Investitionen bei Schweizer Finanzdienstleistern. Mit rund 53 Prozent der nachhaltigen Anlagen überrundeten sie die institutionellen Investoren. „Auch wir spüren das steigende Interesse und verwalten mittlerweile 2,5 Milliarden Euro in unseren nachhaltigen Fonds. Das sind immerhin schon rund 5 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens der Swisscanto-Gruppe“, sagt Bernhard Engl, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto.

Im Gegensatz zu seinen beiden Nachbarländern verzeichnete Österreich einen leichten Rückgang seines nachhaltigen Anlagevolumens. Um rund 16 Prozent nahmen die von österreichischen Finanzdienstleistern verwalteten Anlagen ab und summierten sich Ende 2007 auf 1,17 Milliarden Euro. Der Rückgang ist damit zu begründen, daß eine große österreichische Pensionskasse ihr Engagement im Bereich nachhaltiger Investments im vergangenen Jahr zurückfuhr.

Die aktuelle Studie zum nachhaltigen Anlagemarkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigte, dass Finanzprodukte mit explizitem Anlageschwerpunkt in nachhaltigen Themen wie etwa Wasser, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimawandel immer beliebter werden. In Deutschland machen Sie mit rund 5,9 Milliarden Euro über die Hälfte des nachhaltigen Anlagekapitals aus. In der Schweiz summieren sich Geldanlagen mit nachhaltigen Anlageschwerpunkten auf 8,6 Milliarden Euro. Publikumsfonds haben dabei mit 6,5 Milliarden Euro den größten Anteil. In Österreich ist dieses Marktsegment noch im Entwicklungsstadium.

Noch ein weiterer Trend wurde deutlich: Aktives Aktionärswesen gewinnt unter den Finanzdienstleistern an Bedeutung. In Österreich werden bei bereits 85 Prozent des nachhaltigen Anlagekapitals die Unternehmen in Nachhaltigkeitsfragen beeinflußt. In der Schweiz kommen aktives Aktionärswesen und Active Voting, daß heißt die aktive Ausübung von Stimmrechten durch die Aktionäre, bei rund 36 Prozent der nachhaltigen Anlagen zum Einsatz, in Deutschland bei 57 Prozent.

Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

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