(Morningstar) Gebhardts DWS Investa hat gegen einen Exchange Traded Funds (ETF) auf den Dax einfach keine Chance. Mittelfristig kann wahrscheinlich niemand eine Verwaltungsvergütung von 1,4 Prozent verdienen und einen effizienten Markt schlagen. Erschwerend kommen die Zusammensetzung des Dax und Restriktionen durch das Investmentgesetz hinzu. Die gleiche Strategie, deutsche Standardwerte, replizieren ETF-Anbieter für weniger als 0,2 Prozent. Der Investa wurde 1956 aufgelegt. Damals gab es noch keine ETFs. Heute konkurrieren ETF-Provider mit aktiven Fondshäusern um Anlagegelder. Wir glauben nicht, dass indexnahe Blue Chip-Fonds mittelfristig dem Konkurrenzdruck passiver Fondshäuser Paroli bieten können. Dennoch sind wir von Henning Gebhardt und den meisten Deutschlandfonds der DWS überzeugt. Es gibt demnach hauseigene Alternativen zum Investa.
Fondsmanager Henning Gebhardt managt den Investa seit Mai 2000. Zudem verantwortet er das neunköpfige German Equities und European Small and Mid Caps Team. Gebhardt hat rund zehn Jahre Erfahrung mit deutschen Aktienmandaten. Neben dem Investa führt er noch andere Deutschlandfonds.
2009 ist Gebhardt recht gut unterwegs und schlägt dem Dax einen Haken (Ende Mai: 8,4 versus 2,7 Prozent). Im Januar baute er Deutsche Bank und Allianz auf, die im März schließlich stark anzogen. 2008 erkannte Gebhardt wie seine DWS Kollegen einen Systembruch und gewichtet Finanztitel unter. Die Wahl der defensiven Aktien war jedoch weniger erfolgreich. Eon oder Stada kosteten relative Performance. Die langfristigen Resultate des DWS Investa sind bestenfalls durchschnittlich, was aufgrund der Kosten und Zusammensetzung des Dax nicht erstaunt. Andere Manager tun sich unter einer solchen Konstellation noch schwerer.
Gebhardt managt noch den DWS Select-Invest, eine sportlichere Variante als den Investa. Der Fonds hält etwa ein Drittel außerhalb des Dax. Und diese Werte braucht Gebhardt auch, um einen Mehrwert gegenüber passiven Strategien zu erwirtschaften. Co-Manager Tim Albrecht verantwortet den DWS Deutschland, das Risikoprofil liegt zwischen Investa und Select-Invest. Der Fonds ist ein All Cap Fonds mit Schwerpunkt deutsche Blue Chips. Im DWS Deutschland sind MDax, TecDax und SDax Titel Beimischungen. Beide erwähnten Fonds haben ein Superior Rating. Der Investa ist nicht mehr zeitgemäß und wir vergeben ein Inferior Rating - nicht wegen der Managementleistung, die Ausgestaltung des Fonds ist unattraktiv. Wer deutsche Schwergewichte kaufen möchte, sollte die kostengünstigere Reinform wählen: einen Dax-ETF. (Werner Hedrich)
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