(Morningstar) Im Newton Growth werden vornehmlich Aktien aus UK gekauft, aber auch internationale Aktien können beigemischt werden. Richard Wilmot übernahm den Fonds im Dezember 2005 von Glenn Pratt. Gleichzeitig managt er seit 2001den Newton UK Smaller Companies Fund.
Der Fondsmanager sucht nach attraktiv bewerteten Unternehmen mit Wachstumspotential. Bei der Aktienselektion wird Wilmot vom hauseigenen globalen Aktienresearch-Team unterstützt. Die Auswahl der richtigen Aktien basiert auf einem thematischen Ansatz. Zuerst werden die Wachstumstreiber (Sektoren/Unternehmen) mit Hilfe der makroökonomischen Einschätzungen von Newton Investment Management identifiziert. Anschließend werden die Unternehmen auf Preissetzungsmacht, Umsatzwachstum und hinsichtlich der Verschuldung geprüft.
Bis Ende März hielt der Fonds zu zwei Drittel Blue Chips, ein Viertel mittelgroß-kapitalisierte Aktien und ein Zehntel Nebenwerte. Seit Wilmot am Ruder ist, wurden bis zum Frühjahr 2007 Mid-Caps zugunsten von Blue Chips aufgebaut. Allerdings fand das Fondsmanagement nicht genügend günstig bewertete Unternehmen mit entsprechendem Wachstumspotential, sodass sich die gehaltenen Positionen von mehr als 60 auf unter 40 stärker konzentrierten. Im Frühjahr 2007 begann Wilmot die Mid-Caps von 40% auf 10% zu reduzieren. Der Rendite tat diese Entwicklung gut, denn die UK Nebenwerte verloren in diesem Zeitraum in Euro 28% an Wert.
An der Sektorgewichtung erkennt man, dass Wilmot nicht an eine Benchmark gekettet ist. Die Gesundheitsbranche ist mit 13% doppelt so hoch gewichtet wie in der Kategorie oder in der Benchmark. Zu Jahresanfang hatte der Sektor sogar ein Drittel Anteil am Portfolio. Auch das half dem Fonds, denn die im FTSE 100 zusammengefassten Pharma- und Biotechunternehmen verloren mit -7% vergleichsweise wenig. Konsumgüter sind am stärksten vertreten. Energiewerte, Industrie- und Finanztitel sind untergewichtet. In den ersten drei Monaten des Jahres fand sich keine einzige Finanzaktie im Fonds, mittlerweil wurde der Anteil wieder auf 10% hochgefahren. Wilmot mag ebenso den Telekomsektor. Der besteht jedoch meist nur aus zwei bis drei Unternehmen, Vodafone ist seit fünf Jahren mit 9% die größte Position.
Der Fonds ist für Anleger geeignet, die sich mit einem höheren Risiko anfreunden können. Zum einen hat der Fonds kein Problem, den Nebenwertebereich hochzufahren. Zum anderen ist die Konzentration mit 40 Aktien im Portfolio hoch. Im zweiten Halbjahr war das Risiko des Fonds zwar geringer als das seiner Kategorie. Der Grund lag in der Reduktion der Aktienquote auf 90%, die bereits schon wieder auf 100% gestiegen ist. Wir mögen, dass der Fonds sich sowohl in der Sektor- als auch Einzelpositionierung von der Benchmark entfernt. Ebenso gefallen uns die Research-Kapazitäten. Seit Wilmot am Steuer ist, schlägt der Fonds seine Kategorie und die Benchmark. (Tom Whitelaw)
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