(Morningstar) Eine erprobte Strategie kombiniert mit einem erfahrenen Manager machen aus dem Allianz RCM Wachstum Euroland ein überzeugendes Produkt, um in organisch wachsende Unternehmen der Eurozone zu investieren.
Der Fokus des Fonds liegt auf Unternehmen mit hohem Gewinn- und Cash Flow-Wachstum aus der Eurozone. Beim Wachstumspotential unterscheidet Enderlein und sein Team eine strukturelle und eine zyklische Komponente. Hauptaugenmerk liegt dabei auf erstgenannter. Kosten- und Technologieführerschaft, ein überlegenes Geschäftsmodell sowie Langzeittrends, die dem Unternehmen in die Hände spielen, sind entscheidend. Diese strukturellen Vorteile ermöglichen es den Unternehmen, sich erheblich von ihren Konkurrenten abzusetzen und sind zwingend, damit die Aktie den Weg ins Portfolio findet. Makroökonomische Faktoren wie das Wachstum von Volkswirtschaften stellen dagegen keine Alleinstellungsmerkmale dar und bieten den Unternehmen nicht die Möglichkeit, sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen.
Bei seiner Arbeit wird der Manager von zwei Teammitgliedern unterstützt und hat außerdem die Möglichkeit, auf die umfangreichen Researchkapazitäten von Allianz Global Investors zurückzugreifen. 33 Analysten in Frankfurt und London decken europäischeche Aktien ab und stellen dem Manager ihre Ergebnisse in der hauseigenen Datenbank zur Verfügung. Enderlein und sein Team sind auch selbst als Researcher tätig und halten regelmäßig Rücksprache mit den Analysten, um noch unentdeckte Unternehmen oder nichtbeachtete Trends ausfindig zu machen.
Wie kommt Enderlein zu seinen Portfoliokandidaten? Neben dem strukturellen Wachstumspotential, dem Umsatzwachstum, der Entwicklung des freien Cash Flows und dem Wachstum des Gewinns je Aktie ist auch das Bewertungsniveau der Einzeltitel relevant. Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Kurs-Umsatz-Verhältnis werden zum einen historisch und zum anderen im Vergleich zur Branche betrachtet. Enderlein sieht bei Growth-Aktien weniger die Gefahr, zu spät einzusteigen. Entscheidend für den Erfolg ist vielmehr, die Aktien wieder rechtzeitig zu verkaufen.
Growth-Ansätze hatten in den vergangenen Monaten gegenüber Value- oder Blend-Strategien die Nase vorn. Das muss nicht immer so bleiben. Dennoch gehen wir davon aus, dass Anleger mit diesem Fonds langfristig auch im Vergleich zu anderen Stil-Strategien Freude haben werden. Wir halten Enderlein, sein Team, die Unterstützung durch die zahlreichen Analysten und den ausgereiften Investmentprozess für sehr überzeugend. Einziger Kritikpunkt ist die Kombination einer hohen Basisvergütung mit einer ebenfalls hohen erfolgsabhängigen Gebühr. (Maximilian Kreitlmeier)
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