(Morningstar) Abwrackprämie für Fonds – in Anbetracht des riesigen Erfolges der Abwrackprämie für die Autoindustrie ist dies sicherlich eine Überlegung wert. Neuanlagen in Investmentfonds in größerem Umfang sind dieser Tage Mangelware. Ganz verdenken kann man es den Anlegern nicht, wenn man die Wertentwicklung vieler Aktienfonds sieht. Schaut man sich die Durchschnittsrendite von internationalen Aktienfonds in den vergangenen neun Jahren an, also den Zeitraum, der für die Prämie relevant wäre, so ist diese negativ. Ein genauerer Blick auf einzelne populäre Aktienfonds hingegen hellt das Bild etwas auf. Dem allgemeinen Börsentrend konnte sich aber niemand entziehen. Bei Rentenfonds, die primär in Staatsanleihen engagiert waren, kommt mehr Freude auf.
Bleibt die Frage – was tun? Eine Umschichtung des Geldes in festverzinsliche Anlagen sollte der Diversifizierung dienen und nicht zur ausschließlichen Vermögensbildung genutzt werden. Zumal das Zinsniveau sehr niedrig ist und aufgrund der wirtschaftlichen Lage keine Erhöhung in Sicht ist. Die Bewertungen von Staatsanleihen sind mittlerweile mit Vorsicht zu genießen. Jetzt 2.500 Euro vom Staat zu bekommen, um in Fonds zu investieren, wäre doch eine geniale Idee. Sie könnten zu günstigen Kursen attraktive Aktienfonds erwerben und somit vom unweigerlichen Anstieg der Aktienmärkte profitieren. Vielleicht springt dann mehr heraus als nur ein neuer Kleinwagen. (Anne Connelly)
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