(Instock) Nach einem schwachen Wochenbeginn überraschte der Dax am vergangenen Mittwoch – angeschoben von US-Vorgaben – mit einer Minirallye. Tags darauf genehmigte sich das Börsenbarometer eine Verschnaufpause, um danach mit Unterstützung besser als befürchtet ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten freundlich ins Wochenende zu marschieren. Schlußstand: 6.134 Punkte – ein Wochengewinn von 183 Zählern. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ den Leitzins am Donnerstag wie erwartet unverändert bei 1,00 Prozent. Infineon verkauft seine Handychipsparte an Intel. Im Gegenzug fließen 1,4 Milliarden US-Dollar (etwa 1,1 Milliarden Euro) in die Firmenkasse. Im Vorfeld war allerdings um einen Kaufpreis von zu 1,5 Milliarden Euro spekuliert worden. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2011 abgeschlossen werden. Von positiven Studienergebnissen des Blutgerinnungshemmers „Rivaroxaban“ bei der Behandlung von akuten Venenthrombosen profitierte Bayer. Am Freitag schloß die Aktie mit 49,50 Euro – dort verläuft die 200-Tage-Linie. Goldman Sachs erhöhte das Kursziel von Bayer von 58 auf 60 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Analysten der Royal Bank of Scotland stuften Henkel von „halten“ auf „kaufen“ hoch. Kursziel: 43 Euro. HSBC hob das Kursziel von 35 auf 38 Euro an und bestätigte die Empfehlung „untergewichten“. Die Commerzbank degradierte FMC von „add“ auf „halten“. Kursziel: 45 Euro. UBS stufte Daimler von „verkaufen“ auf „neutral“ hoch und bekräftigte das Kursziel 39 Euro. Ab 20. September wird BMW den niederländischen Versicherer Aegon im EuroStoxx 50-Index ersetzen. Bis es soweit ist, muß zunächst die nächste nachrichtenarme Woche überstanden werden. Keine Unterstützung ist am kommenden Montag aus Übersee zu erwarten. Wegen eines Feiertages wird der Handel an der Wall Street erst am Dienstag fortgesetzt. Danach droht wieder eine Flut von Konjunkturdaten, Unternehmenstermine sind dagegen Mangelware. Die Richtung wird somit weiterhin von den US-Börsen bestimmt.
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